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1464  -  2014
 
550 Jahre Groß Düben
 

 
Der Ort Groß Düben feierte im August 2014 einen großen Geburtstag. Auf dieser Seite erfahren Sie aktuellsten Informationen zu diesem Ereignis.
 
 
Vorwerk, Gut und Dorf Groß Düben in ihren Ursprüngen
 
Für die Existenz des Dorfes als Hinweis auf die Existenz eines Gutes wird die Jahreszahl 1464 angenommen - Datum der Ersterwähnung. Wie alt das Rittergut von Groß Düben tatsächlich ist, lässt sich bislang nicht zuverlässig nachweisen. In einer Übersicht, in der die jeweiligen Vorwerke der Standesherrschaft Muskau als Dominien genannt werden, taucht Groß Düben erstmals 1673 auf. Folgerichtig, denn nach dem Kaufvertrag war das Dorf "Großdieben" erst seit 1597 im Besitz dieser Standesherrschaft. Auf das Muskauer Urbarium als Informationsquelle können wir vertrauen.
 
Die zitierte Muskauer Statistik beginnt fünfundvierizig Jahre davor, also mit dem Jahr 1552 und sie endet 1945. Unter der Aufzählung von zwanzig Dominien des Jahres 1741 wird Groß Düben nicht genannt. Erst 1784, als sich die Betriebe auf 23 erhöht hatten, ist unser Vorwerk wieder dabei. Dann wieder 1846. Im Jahr 1867 reduziert sich der Besitz auf die Zahl 12 ohne Groß Düben. 1883 befindet es sich wieder unter den elf aufgezählten Vorwerken. Dann nicht mehr. Diese historischen Auskünfte sind durch Hintergründe belegbar.
 
1889 war das Groß Dübener Rittergut schließlich in den Besitz des Grafen von und zu Engloffstein Kromlau übergegangen....
 
Das nach Schleife eingepfarrte Groß Düben gehörte damals zum Görlitzer Hauptkreis der Oberlausitz im Herzogtum Sachsen.
 
Robert Pohl schreibt in seinem Heimatbuch von 1924, dass der wendische Name Dzewin, auf dem Düben beruhe, sei nicht von dub wie Eiche abgeleitet, sondern wahrscheinlich von dem Besitzer-Namen Dzew.
 
Demzufolge würde der Dorf-Name den Wohnort eines Dzew benennen. Führt man aber den Namen auf deva wie Jungfrau zurück, so würde er mit "Mägdedorf" (wie Magdeburg) zu klären sein. Dieser Wahrscheinlichkeit gab davor Landschaftsmaler und Volkskundler Willibald von Schulenberg den Vorrang. Dazu schreibt er: "Früher wurden die Mägde für den Dienst auf den herrschaftlichen Vorwerken ausgemustert und mussten zwei Jahre lang zwangsweise dienen; danach liefen sie immer fort.
Und davon heißt das Dorf Groß Düben
 
(Quelle: Festschrift zur Geschichte der FFW in der Geschichte des Dorfes Groß Düben
Autor: Gerhard Fugmann - Fachjournalist