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Wetteifern beim ersten Lauf um den Oberlausitzpokal

Bei herrlichem Sonnenschein haben sich am Sonntag in Groß Düben neun Mannschaften zum ersten Lauf des 14. Oberlausitzpokals versammelt.

Volkmar Lüppker vom Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Görlitz eröffnete den Wettkampf und erinnerte mit einer Schweigeminute an den kürzlich verstorbenen Kameraden Henry Kossack.

In den fünf Austragungsorten Groß Düben, Nochten, Trebendorf, Lauba und Dürrhennersdorf wird im Sommer um Bestleistungen gekämpft. Diesmal gingen neun Mannschaften an den Start: Halbendorf, Trebendorf (zwei Teams), Kiesdorf, Lauba, Groß Düben (zwei Teams), Dürrhennersdorf und Herwigsdorf.  DieFrauen- und Männermannschaften hatten den Löschangriff sowie eine 100-Meter-Hindernisbahn zu absolvieren. "Wir als Gastgeber haben im Vorfeld trainiert, denn gewinnen möchte natürlich jeder. Für einen Sieg hat es nicht gereicht. Trotzdem ist es immer wichtig, sich mit anderen Kameraden zu messen", sagt Manuel Noack von der Feuerwehr Groß Düben. Die Veranstalter freuten sich über die Kameraden aus Halbendorf, die sich erstmals mit einer Mannschaft dieser Herausforderung stellten. "Von unseren Kameraden sind viele selbstständig und haben Familie. So ist es oft schwierig, Sonntag an diesen Wettkämpfen teilzunehmen. Doch diesmal haben wir es geschafft", sagt Olaf Hanusch (31), der seit zwölf Jahren im aktiven Feuerwehrdienst in Halbendorf tätig ist. "Für uns ist die Teilnahme der Sieg. Wir sind heute mit einer siebenköpfigen Mannschaft Ü 30 angetreten. Trainiert vorher haben wir nicht. Sportlichen Ehrgeiz haben wir mitgebracht und möchten auch nächstes Jahr wieder zu den Startern gehören", so Olaf Hanusch.

Die Ergebnisse: Löschangriff Männer: 1. Lauba; 2. Dürrhennersdorf; 3. Herwigsdorf, 4. Trebendorf 5. Kiesdorf, 6. Groß Düben, 7. Halbendorf. Löschangriff Frauen: 1. Trebendorf und 2. Groß Düben.

100-Meter-Hindernisbahn: 1. Arnold Kahl (Dürrhennersdorf); 2. Hans Storp (Groß Düben); 3. Tom Wartenberg (Nochten); 4. Tony Pohl; 5. Manuel Noack (beide Groß Düben); 6. Eric Mix (Dürrhennersdorf).

(Quelle: Lausitzer Rundscahu: 20.06.2017 - Martina Arlt)

Team Halbendorf bei der Vorbereitungszeit

Rauchmelder für die Neugeborenen

Zum sechsten Mal haben die Feuerwehrkameraden von Groß Düben um Wehrleiter Sven Lehmann zu ihrem Tag der offenen Tür in das Gerätehaus eingeladen. Mehr als 120 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich bei der freiwilligen Feuerwehr näher umzuschauen.

Seit fünf Jahren ist es in Groß Düben nun eine schöne Tradition, dass die Eltern der neuen Erdenbürger in feierlicher Form einen Rauchmelder und eine Urkunde im Gerätehaus in Empfang nehmen können.So hielt Wehrleiter Sven Lehmann am Sonntagmittag für die Eltern von dem Zwillingspärchen Mathilda Victoria und Max Elias Krautz sowie von Marissa Helene Stoppe diesen Rauchmelder zur Begrüßung der Babys bereit. Er nutzte auch gleich die Gelegenheit, um Kamerad Markus Stoppe mit der Ehrennadel für zehn Jahre aktiven Feuerwehrdienst zu ehren. Alexander Krautz als Vater der Zwillinge findet die Idee mit den Rauchmeldern ganz toll: "Ein Rauchmelder in der Wohnung ist ganz wichtig, das wird manchmal unterschätzt. So freuen wir uns über dieses nette Geschenk zur Geburt unserer Kinder und bringen es auch bald an." Gerd Preußing als Feuerwehr-Chef von Weißwasser war mit der Drehleiter gekommen, um den Ort aus 25 Metern Höhe zu betrachten. "Für die Kinder wurden einige Stationen am Gerätehaus aufgebaut, die sie gern ausprobieren", sagte Manuel Noack, der seit 2012 der Feuerwehr Groß Düben angehört. "Alle Gäste haben heute die Möglichkeit, sich die Technik der Wehr anzuschauen und sich vielleicht für die Feuerwehr im Heimatort zu entscheiden."

Zum Tag der offenen Tür konnten die Besucher die Feuerwehr erleben und sich von der Arbeit der Kameraden überzeugen. Groß Düben zählt 26 aktive Kameraden sowie 19 der Alters- und Ehrenabteilung. Neun junge Leute sind in der Jugendfeuerwehr, geleitet durch Constanze Krautz und Nils Besa. 12 Mitglieder hat die Kids-Feuerwehr "Löschzwerge", geführt von Juliane Hille und Kathleen Reimann. Die Mädchen und Jungen kommen aus dem Kirchspiel Schleife, aber auch Döbern und Bad Muskau. Doch gern würden die Groß Dübener auch weiteren Nachwuchs in ihrer Wehr aufnehmen. Besonders sind Mädchen gefragt. Die Kinder im Alter zwischen fünf und acht Jahren werden spielerisch an die Feuerwehrtätigkeit herangeführt. Sie nehmen auch an dem Borstelweglauf teil.

Am 18. Juni 2017 findet in Groß Düben der erste Lauf des Oberlausitzpokals im Feuerwehrsport statt. Zahlreiche kulturelle Höhepunkte im Ort werden durch die Kameraden Groß Düben unterstützt. In diesem Jahr starten die Kameraden aus Groß Düben zu einem Ausflug zur Dresdener Flughafen-Feuerwehr. (Quelle: Lausitzer Rundschau vom 25.04.2017 - Martina Arlt)

Blick von der Drehleiter vom Typ DLA 23-12


Anrainern graut's vorm Sommer

Es ist fast schon ein Jahr her, dass die Groß Dübener bei einer Anwohnerversammlung zum Thema Entenmast Dampf abgelassen haben. Seitdem haben sie das Gefühl, dass sich nichts bewegt hat höchstens hinter verschlossenen Türen und nicht zu ihren Gunsten.

Deshalb untermauern Reinhard Masula, Jana Nagorka und Ronny Fiedler im Beisein der RUNDSCHAU ihre schon im letzten Jahr getroffene Forderung: Die Entenmast-Anlage muss geschlossen werden. Denn Frühjahr und Sommer stehen vor der Tür, und den Anwohnern schwant nichts Gutes. Ihre Befürchtung: Gestank ohne Ende.

Selbst in den kalten Wintertagen blieben sie von den intensiven Ausdünstungen der Anlage beziehungsweise deren Abfallprodukten nicht verschont. "Ein ekliger Verwesungsgeruch lag in der Luft", spricht Gemeinderat und Gastwirt Köppen klare Worte. Ein Geruch, der Gäste vertreiben kann.

Genau diesem, dem Geruch, sollte ein Gutachten auf die Spur kommen. Im jüngsten Amtsblatt sind Auszüge daraus veröffentlicht worden. Weil das laut Landratsamt Bürgermeister Helmut Krautz (parteilos) als ersten Schritt so wollte, hielt sich die Behörde hinsichtlich RUNDSCHAU-Anfragen zurück. Das sei mit dem Bürgermeister so abgesprochen, hieß es. Absprachen und Gemauschel befürchten die Anwohner, was die Anlage betrifft. Denn das Ergebnis des Gutachtens sei zuerst mit dem Anlagenbetreiber besprochen worden.

Die Anwohner erfuhren nichts oder nur das, was Bürgermeister und Gemeinderat Thomas Storp bei einem Gespräch in der Fachbehörde in Löbau im Dorf erläutert wurde. Nun soll plötzlich eine Verquickung von Geruchsverursachern Schuld an dem Dilemma in Groß Düben sein. "Die führen uns doch an der Nase herum", ereifert sich Reinhard Masula. Auch, dass es auf Nachfragen zum Gutachten keine ordentlichen Antworten gebe, macht Jana Nagorka ärgerlich.

Sie wie alle anderen fordern, dass ihnen das Ergebnis der Untersuchung in einer Beratung erklärt wird. "Das hätte schon längst passieren müssen", so Jana Nagorka. Und sie schickt noch hinterher: "Mir graust vor dem Sommer."

Thomas Storp gab auch in der jüngsten Ratssitzung nicht klein bei. "Die Leute sollten zeitnah etwas erhalten, aber nur einer erhielt ein Schreiben." An Helmut Krautz gerichtet, erinnerte Storp: "Die haben uns beiden versprochen, dass die Anwohner das erhalten. Nichts. Und die letzte E-Mail von denen mein Scholli", machte sich Storp Luft, ohne näher auf den Inhalt einzugehen. Für ihn steht fest, dass sich der Gemeindechef und er die Fahrt nach Löbau hätten schenken können.

Krautz ergeht es nicht anders, sagte er am Tag darauf am RUNDSCHAU-Telefon. "Wir sind permanent am Thema dran. Aber es wird wohl so weitergehen, denn die Behörde sieht keinen Grund, die Anlage zu schließen." Wie Storp im Rat erläuterte, brauche es eine bestimmte Flächengröße, um den Mist der Anlage auszubringen. "Diese Fläche hat der Betreiber aber nicht ausreichend. Das habe ich denen im Landratsamt auch nachgewiesen." Krautz sagt, die Gemeinde weise die Behörde immer wieder darauf hin. . .

Letztlich habe das Gutachten aufgezeigt, dass nur eine komplexe Modernisierung aller Ställe und Außenanlagen wirkliche Verbesserungen bringen würden. Die Investitionskosten werden als "enorm" bezeichnet. Unabhängig davon würde Groß Düben einem Neubau nicht zustimmen, erklärte Krautz.

Übrigens beschäftigt der Gestank aus der privat geführten Mastanlage nicht nur die Groß Dübener. Je nachdem, wo der Mist verkippt wird, haben ihn nun auch andere in der Nase. Zum Beispiel die Randlage Schleife hatte etwas davon. Besonders schlimm, dass auch Mist nahe des Friedhofes in Groß Düben abgelagert worden ist.

Über solche Sachen können die Betroffenen schon fast resigniert den Kopf schütteln. Denn Konsequenzen sind aus ihrer Sicht Fehlanzeige.

Zum Thema:
Nachts sind die Belästigungen am stärksten, weil Klappen in der Anlage geöffnet werden? Nein. Die Lüftungsanlage sei an den Wärmebedarf der Tiere und an die Außentemperaturen gekoppelt.Überbelegte Ställe? Das hat sich bei Begehungen und den jeweils vor Ausstallungen erfolgten Kontrollen der Behörde nicht bestätigt.Kadaver liegt herum? Kadaver lagern ordnungsgemäß und werden regelmäßig abgeholt.Ausgebrachter Mist lagert auf dem Feld und bringt Probleme? Das Zwischenlager ist für maximal ein halbes Jahr erlaubt. Das Ausbringen zu kontrollieren, obliegt dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.In Auswertung des Geruchsgutachtens mit dem Betreiber wurden Sofort- und mittelfristige Maßnahmen angeordnet: bauliche Lücke zwischen den Aufzuchtställen schließen; Grube für Waschwasser mit künstlicher Schwimmschicht abdecken; Außenfestmistlager im Anlagenbereich entfällt. Der Anlagenbetreiber hat gegenüber der Behörde angekündigt, sein Betreiberkonzept auf zertifizierte Öko-Mast umzustellen. Jeweils zwei Monate im Jahr, vorzugsweise im Sommer, soll die Mast ausgesetzt werden. Das würde direkt emissionsmindernd wirken. Die Bepflanzung um die Anlage soll fortgesetzt werden. Der Betreiber sei an einem Stallneubau interessiert. Eine Reduzierung der Tierplätze kommt aus wirtschaftlichen Gründen für ihn nicht infrage. m

(Quelle: Lausitzer Rundschau - 23.03.2017 - Regina Weiß & Gabi Nitsche)

Groß Düben: Förder-Million wertlos

Breitband-Ausbau gestrichen / Kommune kann fehlende Eigenmittel dafür nicht aufbringen

Die Gemeinde Groß Düben kann die zugesagte Förder-Million für den Breitband-Ausbau nicht nutzen. Der Bescheid aus Dresden ist wertlos. Die Kommune hat die notwendigen Eigenmittel in Höhe von etwa 300 000 Euro nicht. Der am Donnerstag beschlossene Doppelhaushalt für 2017/2018 lässt dafür keinen Spielraum.

Keinerlei Investitionen, kein Breitbandausbau, keine Neuverschuldung, und dennoch ein Minus von knapp 70 000 Euro. Das ist der mehrheitlich beschlossene Etat 2017/2018. Lediglich Unterhaltungsmaßnahmen in Einrichtungen und eine erforderliche Grabensanierung in Halbendorf sind geplant. Obwohl Groß Düben dafür Zuschüsse aus dem Programm "Brücken in die Zukunft" erhält, reichen diese nicht aus. Den Minus-Betrag gleicht die Gemeinde aus der Rücklage aus. Die ist durch Mehreinnahmen beim Verkauf des Gewerbegebietes in Halbendorf und höhere Gewerbesteuereinnahmen angewachsen, erklärt Kämmerin Carmen Petrick. Dass sich der Gemeinderat nach monatelangen Debatten gegen den Breitband-Ausbau aussprach, war nicht leichtfertig, sondern aus Vernunftsgründen, hieß es. Groß Düben hätte die Herausforderung von rund 1,5 Millionen Euro dafür angenommen, wenn die Telekom einer Nutzungsgebühr für die Betreibung der Anlagen zugestimmt hätte. Dann hätte die Kommune eine Chance auf Refinanzierung gesehen. "Doch bei einem Bietergespräch vorige Woche ist das abgelehnt worden", berichtete Lars Stechemesser, der Breitband-Experte der Verwaltungsgemeinschaft Schleife, Donnerstagabend bei der Ratssitzung in Halbendorf. Ohne diese Einnahme lasse sich das Millionen-Projekt finanziell einfach nicht darstellen. Das Fazit: Die Zusage über knapp 1,2 Millionen Euro Fördermittel ist wertlos. Groß Düben kann die rund 300 000 Euro nicht aufbringen. Einem Kredit in der gegenwärtigen Haushaltssituation und in den kommenden Jahre würde die Kommunalaufsicht nicht zustimmen. "Der Staat verspricht schnelles Internet für alle, dann ist er auch in der Pflicht, dass zu 100 Prozent zu tragen", forderte Harald Rösch. Bürgermeister Helmut Krautz erklärte, er müsste von amtswegen in Widerspruch gehen, würde der Rat den Etat mit dem Kredit für den Breitbandausbau beschließen. "Wir müssten viel in der Gemeinde aufgeben, was erhaltenswert ist", so Rösch. "Wir haben uns dazu bekannt, nicht die freiwilligen Leistungen zu streichen", betonte Olaf Hanusch und sagte: "Wir können uns nicht auf Deibel komm raus verschulden." Ires Fercho: "Es ist keine leichtfertige Entscheidung!" Da schnelles Internet für Halbendorf sowieso nicht gefördert wird, ginge es nur um Groß Düben. Auch dagegen habe sich der Rat entschieden, so Hanusch: "Wir gehen jetzt einen Weg, bei dem wir uns alle in die Augen gucken können." Es sei bedauerlich, dass Unterschiede gemacht werden zwischen Stadt und Land, so Helmut Krautz, der auf eine politische Entscheidung in Dresden setzt.

Für den Ortsteil Halbendorf gibt es keine Förderung, weil eine private Firma schnelles Internet anbietet. Auf RUNDSCHAU-Anfrage versicherte die Marienberg GmbH in Döbern gestern, dass in Halbendorf 50 Mbit möglich sind über ein flächendeckendes Kabelnetz. 100 Mbit werden in einigen Tagen angeboten. Interessierte können sich in Döbern über technische Details und Tarife informieren.

(Quelle: Lausitzer Rundschau - Gabi Nitsche - 14.01.2017)

Fazit: keine 300.000 € Eigenleistung für Breitbandausbau

Christian Scholz verstärkt die Wehr

Groß Dübener Floriansjünger haben zur Jahreshauptversammlung Bilanz gezogen

Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Groß Düben unter der Leitung von Ortswehrführer Sven Lehmann haben am Freitagabend im Gasthof von René Köppen die Kameraden. das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren lassen.

Ihre Wehr gehört zu den sehr aktiven in der Region. Ihr gehören 25 aktive Kameraden an, darunter sechs Frauen. Sie mussten 2016 zu vier Einsätzen ausrücken, wobei 80 Einsatzstunden zu Buche stehen. Das Alter der Mitglieder reicht von fünf bis 87 Jahren. Die Alters- und Ehrenabteilung zählt 18 Kameraden. Stolz sind die Groß Dübener auf ihren Feuerwehrnachwuchs. Constanze Krautz und Nils Besa leiten die Jugendfeuerwehr, die mit neun Mädchen und Jungen zwischen acht und zwölf Jahren besetzt ist. "Wir absolvierten 25 Dienste. Daneben gehörten zu unseren Aktivitäten die Teilnahme am Kreisjugend-Feuerwehrtag, das Braunsteichlager, der Borstelweglauf und die Weihnachtsfeier", fasste Constanze Krautz zusammen. Der Kids-Feuerwehr, die seit 2013 besteht, stehen Juliane Hille und Kathleen Reimann vor. Zwölf Kinder zwischen fünf und acht Jahren gehören dieser Gruppe an. "Acht Neuaufnahmen haben wir zu verzeichnen. Zwölf reguläre Dienste führte die Kids-Feuerwehr durch. Die Kinder kommen nicht nur aus Groß Düben, sondern auch aus Halbendorf, Schleife, Bad Muskau, Lieskau und Döbern. Ein Höhepunkt für die Jüngsten war der Borstelweglauf in Schleife", sagte Juliane Hille. Für die Jugend- und Kids-Feuerwehr wurden 2016 neue Softshelljacken.

Eine schöne Tradition gibt es in Groß Düben: Eltern, die Nachwuchs bekommen, werden von der Feuerwehr mit einem Brandmelder ausgerüstet. 22 Exemplare wurden bisher vergeben. 2016 erhielten die Familien von Paula Besa, Saskia Charlott Nagorka, Janett Löwa, Paul Noack und Amelie Paulick einen Melder.

Marco Rühlemann nutzte die Gelegenheit und berichtete vom erfolgreichen Feuerwehr-Sport. Ein Dankeschön sprach Wehrführer Sven Lehmann dem Bürgermeister Helmut Krautz, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Henry Kossack sowie Norbert Lysk für die Unterstützung seiner Truppe aus. Auch das kulturelle Leben im Ort wird von den Kameraden unterstützt. Dazu gehören Höhepunkte wie das Maibaumstellen mit Hexenfeuer, Strandfest, Dorffest und der Fackelumzug.

Bereits am 14. Januar starten sie zur Zampertour durch den Ort. Am 23. April wird der Tag der offenen Tür im Feuerwehr-Gerätehaus stattfinden.

Befördert wurden Kathleen Reimann zur Feuerwehrfrau sowie Nils Besa, Patrick Noack, Christopher Pullmann, Hans Storp und Philipp Urbitsch zum Feuerwehrmann; Juliane Hille zur Hauptfeuerwehrfrau sowie Nick Dubrawa und Manuel Noack zum Hauptfeuerwehrmann; Felix Hille, Sven Lehmann, Marco Rühlemann zum Hauptlöschmeister. Zahlreiche Lehrgänge wurden 2016 besucht. Truppmann: Nils Besa, Marie Jakob und Nadine Reimann. Sprechfunker: Marie Jakob und Nadine Reimann. Atemschutzgeräteträger: Christopher Pullmann, Hans Storp und Philipp Urbitsch. Technische Hilfe A: Sven Lehmann. Sicherheitsbeauftragter: Nick Dubrawa und Thomas Storp. Kampfrichter (Landesfeuerwehrschule Nardt): Patrick Noack. Neu in der Feuerwehr: Christian Scholz.

(Quelle:Lausitzer Rundschau: M. Arlt - 09.01.2017)

Zum Hauptlöschmeister befördert - Felix Hille (Foto: NOLYweb)

Schnelles Internet oder Vereinsförderung?

Kommunalamt versagt Groß Düben Kreditaufnahme / SPD-Bundestagsabgeordneter übt scharfe Kritik

SPD-Bundestagsabgeordneter Thomas Jurk schwebt sozusagen unter der Decke. Denn so wie Groß Düben geht es derzeit etlichen sächsischen Kommunen: Sie können die Förderung für den Breitbandausbau nicht nutzen, da ihnen die Eigenmittel fehlen. Jurk sieht den Freistaat in der Pflicht.

Am heutigen Donnerstag bekommt Groß Düben als eine von sechs Kommunen im Landkreis Görlitz für den Breitbandausbau eine Bundesförderung von bis zu 50 000 Euro. Mit diesem Geld können sie ihre örtlichen Ausbauprojekte planen und die Antragsunterlagen für die Bundesförderung dieser Projekte auf den Weg bringen.

Eigentlich ein Grund zum Freuen. Denn für die Baurealisierung stehe ein Fördersatz zwischen 50 und 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten in Aussicht. In Kombination mit den Förderprogrammen der Länder kann das auf bis zu 90 Prozent gesteigert werden. Doch trotz der nicht zu verachtenden 90 Prozent bleiben der Kommune immer noch zehn Prozent, die sie selbst beisteuern müssen. Für Groß Düben ist das ohne eine Kreditaufnahme nicht realisierbar, denn in der Haushaltskasse klafft ein Loch. Das lasse sich nicht von heut auf morgen schließen. Dennoch zeigte sich der Gemeinderat bisher willens. Breitband sei immens wichtig, so der Tenor, deswegen wollen sie das nötige Geld bei einer Bank borgen.

Doch da spielt das Kommunalamt nicht mit, wie Kämmerin Carmen Petrick in der jüngsten Ratssitzung informierte. Für eine Kreditaufnahme und auch für die Auszahlung von Fördermitteln in Sachsen ist eine positive gemeindewirtschaftliche Stellungnahme der Aufsicht zwingend notwendig. Ohne dieses Okay kann also die Kommune hoch und runter springen, sie kommt nicht an das Geld.

Haushaltsausgleich geht vor

Da ändere auch die Tatsache nichts, dass der Breitbandausbau jetzt zur infrastrukturellen Grundversorgung in Sachsen gehört. Die Gemeinde sei dennoch zum Haushaltsausgleich verpflichtet, zitierte die Kämmerin aus einem Schreiben der Kommunalaufsicht. Dorthin hatte sich Carmen Petrick gewandt, nachdem Sachsen vor einigen Wochen dem Breitbandausbau die ihm gebührende Rolle bei der Daseinsfürsorge festgeschrieben hatte. Denn der benötigte Kredit war Groß Düben bereits im Frühjahr im Zuge der Genehmigung für den Haushalt 2016 versagt geblieben. Für Karl Ilg, dem Chef vom Kommunalamt im Landkreis Görlitz, ändert das nichts. Er pocht auf einen Haushaltsausgleich.

"Falsche Entscheidung"

Für SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Jurk aus Weißkeißel ist das die völlig falsche Entscheidung. Er, der sich als Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages stark gemacht habe für die Bereitstellung von Fördermitteln für den Breitbandausbau, übt scharfe Kritik. Solche Ansagen seien völlig fehl am Platze. "Man kann doch die Kommunen hier nicht verhungern lassen. Die sind doch nicht schuld an ihrer finanziellen Situation. Eigentlich müsste man den Kommunen dankbar sein, dass sie sich so bemühen, und ihnen hinterherrennen statt ihnen Steine in den Weg zu legen."

Jurk betont weiter: "Das Land hat für solche Fälle die Möglichkeit, Bedarfszuweisungen zu veranlassen, damit Gemeinden wie Groß Düben sich Breitbandausbau auch ohne Eigenmittel leisten können." Mit ein bisschen gutem Willen könnten das und vieles andere ganz anders laufen, ist der Bundestagsabgeordnete überzeugt. "Aber solche Leute, die nur stur an Gesetzen kleben, verhindern das. Damit werden noch mehr Menschen der AfD in die Arme getrieben", zeigt sich Jurk erbost und enttäuscht.

Aus seiner Sicht sei es das völlig falsche Signal, von der Kommune den Nachweis zu verlangen, wie sie das Haushaltsdefizit aus der Welt schaffen will. Also Ausgaben kürzen und Einnahmen erhöhen. Es gehe um Einsparungen von rund 100 000 Euro im Fall von Groß Düben.

Das bedeute zum Beispiel, an der Steuerschraube zu drehen, wie die Kämmerin erklärte, die Friedhofsgebühren kostendeckend anzuheben, den Zuschuss für Bauwillige, für Vereine und anderes mehr an freiwilligen Ausgaben zusammenzustreichen. Für den SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Jurk ist das ein Unding, sagte er im RUNDSCHAU-Gespräch. Weder Kreis noch Land sollten von den Räten verlangen, sich zwischen Breitbandausbau und besagten Leistungen entscheiden zu müssen, fordert Jurk.

Umdenken erforderlich

Jurk spannt den Bogen weiter. Für ihn steht fest: Wenn der sächsische Staatssekretär für Finanzen Hans-Jörg König der Stadt Weißwasser als Reaktion auf deren Hilferuf sage: "So lange sich die Stadt einen Tierpark leisten kann, geht es Weißwasser doch gut", laufe Einiges aus dem Ruder in einer Zeit, wo der Freistaat Sachsen besser dastehe als je zuvor. Dringend sei ein Umdenken erforderlich, nimmt Jurk auch Amtsleiter Karl Ilg in die Pflicht. Dass dieser wie er Sozialdemokrat sei, ändere daran nichts, sagt der Weißkeißeler. Denn immer nur stur auf die Einhaltung von Vorschriften zu pochen, sei nicht hilfreich.

(Quelle: Lausitzer Rundschau - 10.11.2016 - Gabi Nitsche)

Karl Ilg (Archivfoto) - Chef Kommunalamt im Landkreis Görlitz

Wiedersehensfreude bei Dorfjugend von einst

Dieter Lysk, Peter Lampe und Heinz Grosa organisieren in Groß Düben großes Seniorentreffen

Zu einem großartigen Wiedersehen ist es jetzt im Gasthaus Köppen in Groß Düben gekommen. Hier traf sich die einstige Dorfjugend der Jahrgänge 1935 bis 1953. Organisiert hatten die Begegnung von 78 "Ehemaligen" Dieter Lysk, Peter Lampe und Heinz Grosa.

Marianne Höhna fällt Gertrud Richter um den Hals. Sie freuen sich, sich wiederzusehen. "Wir sind in unserer Jugend immer zusammen tanzen gewesen, sind überall hier mit dem Rad hingefahren, auch nach Döbern." Dass beide Frauen den gleichen Geburtsnamen haben Krautz sei Zufall.

Wiedersehensfreude wird an diesem Samstag groß geschrieben im Gasthaus Köppen. Dieter Lysk, der mit Peter Lampe und Heinz Grosa das Treffen der einstigen Dorfjugend organisiert hatte, begrüßte die ehemaligen Mitschüler und heutigen Senioren herzlich. "Erst wollten wir nur die Jahrgänge 1940 bis 1950 einladen. Doch die Resonanz war ungnügend. Da entschieden wir uns für die Jahre 1935 bis 1953. Erstaunlich, dass besonders die Älteren Interesse an dem Wiedersehen hatten." 78 "Ehemalige" sagten zu, manche brachten ihre "besseren Hälften" mit.

Die Idee zu dem Treffen hatten die drei Männer schon vor drei Jahren. "Wir saßen zusammen, kamen auf den einen und anderen zu sprechen und haben uns gefragt, was wohl aus denen geworden ist." Das sei der Anfang gewesen, so Lysk. Schmunzelnd fügt er hinzu: "Es werden immer mehr Todesanzeigen in der Zeitung. Deswegen waren wir uns schnell einig, wenn wir es nicht bald machen, dann treffen wir uns unterirdisch auf dem Friedhof."

In Groß Düben gingen sie von Haus zu Haus, schrieben Listen mit Namen. Eine Sisyphusarbeit. Die Männer haben ja ihren Namen behalten. "Aber die Frauen heißen verheiratet ja ganz anders, und sind dann vielleicht auch noch geschieden und neu verheiratet", beschreibt Lysk die Schwierigkeit. Am Ende standen 174 Namen drauf. "Fünf haben wir nicht mehr gefunden, 49 sind bereits gestorben", berichtet Peter Lampe. An 129 ehemalige Jugendliche erging dann eine Einladung. Das Kuriose sei gewesen, dass einige Leute ganz in der Nähe von Groß Düben leben, man sich aber nie begegnet sei. Dieter Lysk betont: "Die Einladungen an die Leute im Umkreis bis Cottbus haben wir persönlich überbracht." Und dabei sei es auch vorgekommen, dass man sich nicht erkannte. "Bei manchen liegen wirklich 50 Jahre dazwischen."

Und so schauten sich einige am Samstag auch fragend an, brauchten einen Anstoß, um sich zu erinnern. Lysk berichtete von ehemaligen Mitschülern, die aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnten, aber gerne wären. Einzelne im Saal wurden von Dieter Lysk gebeten, aufzustehen wie Regina Seeger. "Sie ist als 14-Jährige weg von Groß Düben und lebt in Herzberg." Oder Elfriede Schulz, geborene Teichmann, aus Weißwasser. "Jahrelang war sie Fleischverkäuferin in Döbern und ich Kunde dort. Doch erkannt habe ich sie nie", gestand Lysk.

Sie waren die Weitgereisten: Hansi Zimmermann lebt in Köln. Günter Zech kam aus Heidenheim bei Stuttgart in sein Heimatdorf und brachte Ehefrau Jutta mit. "1960 bin ich hier weggemacht", berichtete Zech. Er sei aber öfter in Groß Düben, lebt doch seine Schwester Rosi hier, sie ist mit Dieter Lysk verheiratet. Mit von der Partie war auch Werner Schiller, Kapitän zur See i. R. Der 82-Jährige lebt in Stralsund und genoss das Wiedersehen. Die Zeit zum Erzählen, Fotos anzuschauen und Erinnerungen auszutauschen, nutzten alle gut. Immer wieder dankte jemand den Organisatoren. "Eine tolle Idee." Damit sprach Erika Pullmann allen aus dem Herzen.

(Quelle: Lausitzer Rundschau - Gabi Nitsche) 

 Foto: NOLYweb

Groß Dübener Anwohner erleben ein Déjà-vu

Geduld der Familien hat ein Ende / Forderung an Gemeinde und Landkreis: Entenmastanlage soll schließen

Die Nerven liegen blank und die Geduld ist am Ende. Die Anwohner, die ihre Häuser nahe der Entenmastanlage stehen haben, gehen an die Öffentlichkeit. Sie wollen nur eins, ein Leben ohne Gestank und Fliegen.

"Den Drogeriemarktumsatz habe ich erheblich gesteigert", spielt Kathleen Reimann auf ihren Verbrauch an Raumspray an. Es ist Sarkasmus, der sie dies sagen lässt. Genauso wie, dass ihr der Appetit auf Entenbraten gründlich vergangen ist. Die Anwohner haben gelinde gesagt, die Schn . . . gestrichen voll. Andauernder Gestank schränkt sie in ihrer Lebensqualität ein: Kein Essen auf der Terrasse, kein Durchlüften an Sommertagen, dafür Fliegen en masse.

"Wir wissen uns nicht mehr anders zu helfen und gehen nun an die Öffentlichkeit", sagt Reinhard Masula. Dazu gehört nicht nur ein Vor-Ort-Gespräch mit der RUNDSCHAU, sondern auch ein offener Brief, mit dem sich die Anwohner an die Gemeinde und das Umweltamt des Landkreises wenden. Hintergrund sind die Probleme mit der in Groß Düben laufenden Entenmastanlage. Seit Jahren gehe das nun schon so, ohne dass sich aus Sicht der Anwohner Entscheidendes ändert. Sie fühlen sich von den Entscheidungsträgern der Gemeinde und vom Landratsamt im Stich gelassen, erfährt die Heimatzeitung. "Die Geruchsbelästigung der Entenmastanlage in Groß Düben ist für die betroffenen Anwohner nicht länger tragbar", heißt es im offenen Brief. Nach mehreren Begehungen des Umweltamtes sei keine Verbesserung des Zustandes feststellbar. Die an den Betreiber erteilten Auflagen seien nicht erfüllt worden. "Der Ammoniakgeruch, der durch den Kot der Tiere entsteht, ist beißend. Kadavergeruch liegt in der Luft. Hinzu kommen das gehäufte Auftreten von Fliegen sowie gesundheitliche Probleme. Die untragbaren Zustände können so nicht länger akzeptiert werden", schreiben die Anwohner weiter. Für sie gibt es nur eine Lösung: die Schließung der Anlage.

Dabei hätte es aus Sicht von Marlies Masula gar nicht so weit kommen zu brauchen. Sie erinnert an die Probleme, die es mit dem vorherigen Betreiber der damaligen Geflügelmastanlage an gleicher Stelle gegeben hatte und die hohe Wellen schlugen. Gestank und Fliegen gab es damals und jetzt wieder. Für die Groß Dübener ein Déjà-vu. "Wie kann man so einen Betrieb dann wieder zulassen?", fragt sich nicht nur Marlies Masula aufgebracht. Was sie und ihre Leidensgenossen zusätzlich auf die Palme bringt, sind Kommentare im Dorf, man solle sich doch nicht so haben. "Ich bin mit Landwirtschaft groß geworden. Aber das hier übersteigt alles."

Eine Anwohnerversammlung auch mit dem Betreiber der Anlage, von den Betroffenen geführte Geruchsprotokolle, Anrufe im Wochentakt bei den Behörden verhallen aus Sicht der Betroffenen im Nichts. "Das war bisher nur sinnloses Herumtaktieren", so Ronny Fiedler. Eines Nachmittags wusste er sich nicht mehr anders zu helfen, wollte bei der Polizei eine Anzeige wegen Geruchsbelästigung aufgeben. Hinzu kommt, wie Jana Nagorka und Marlen Schölzel zugeben, die Sorge um die Kinder. Zum einen habe sich schon Ausschlag bemerkbar gemacht, zum anderen gebe es die Befürchtungen, was sich alles aus der Anlage in der Luft verteilt. "Das amten wir doch alles ein", stellt Marlen Schölzel resignierend fest.

Zum Thema:
Hält der Betreiber nun im zweiten Anlauf die Frist zur Festmistlagerung ei? Eine erste Frist hat er nach Angaben der Gemeinde verstreichen lassen. Die untere Wasserbehörde des Umweltamtes hatte eine Anordnung unter Androhung von Zwangsmitteln gegenüber dem Anlagenbetreiber erlassen. Nachdem die erste Frist für die Beseitigung nicht eingehalten wurde, war das angedrohte Zwangsgeld festgesetzt worden. Mit Stand der letzten Vorortbegehung am 9. September waren rund 80 Prozent beräumt, bis zum 21. September war die Restmenge abzufahren. Die Behörde wird nach Fristablauf die Erfüllung der Anordnung kontrollieren.Wie oft macht das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (Lüva) Kontrollen vor Ort? Kontrollen des Lüva werden regelmäßig bei Tierbewegungen (Schlachttieruntersuchung) sowie anlassbezogen durchgeführt.Wann liegt das Geruchsgutachten vor und was könnte es für Folgen haben? Das in der Bürgerversammlung im April angekündigte Geruchsgutachten steht kurz vor der Fertigstellung. Es ist vorgesehen, nach der Auswertung mit dem Anlagenbetreiber die Ergebnisse und erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Geruchssituation auch der Öffentlichkeit vorzustellen. Soweit sich aus den Ergebnissen Anordnungen ergeben, wird dies durch die Behörde weiter verfolgt.

(Quelle: Lausitzer Rundschau vom 29.09.2016 - Regina Weiß)

Déjà-vu: Erlebnis, das Gefühl eine an sich neue Situation schon einmal exakt so erlebt zu haben. (Foto: Nolyweb)


AVC Spremberg siegt beim elften Boll och Bira Cup

Groß Dübener bereiten tolles alternatives Fußballturnier / Pool aus 120 Kisten Bier sorgt für Stimmung

Zehn Mannschaften traten bereits am Samstagvormittag auf dem Sportplatz in Groß Düben zum elften "Boll och Bira Cup" an. Die Fußballfreunde zwischen 18 und 40 Jahren hatten schon am frühen Morgen beste Laune mitgebracht.  Zu den Spaßmannschaften gehörten unter anderem AVC Spremberg, Fooligans Fiwa, Abbau Ost und die Gastgeber, der JugendclubGroß Düben.Aus 120 Bierkästen gestalteten die einen Pool für die Teams, der auch gern von den Teilnehmern genutzt wurde. Zwei Jägerstände waren auf dem Platz für die Moderatoren zu finden.

Markus Stoppe, Chef des Groß Dübener Jugendclubs, hatte das Gaudi-Event voll im Griff. "Der Boll och Bira Cup findet bei uns das erste Mal statt. Es wird jedes Jahr in einem anderen Ort eingeladen. Diese Tradition begann eigentlich so, dass es eine Cottbuser Mannschaft gab, die in Schweden an diesem Event teilnahm und somit dieses lustige Turnier mit in die Lausitz brachte. Es dreht sich alles um das Bier und einfach mit Freunden und Kumpels einen sportlichen und lustigen Tag zu verbringen. Es ist ein alternatives Fußballspiel, ein Cup des Bieres", so Markus Stoppe vom Jugendclub. Am Samstagnachmittag standen die Sieger fest: Die Jungs von AVC Spremberg setzten sich gegen die Groß Dübener durch. Zur Siegerfeier am Abend in Groß Düben sorgten die Live-Band Astmatica aus Cottbus sowie Tomas Tulpe für Stimmung. (Quelle:Lausitzer Rundschau - 11.07.2016 - Martina Arlt)

Stimmung bei der "Vizemeisterschaft" (Foto: NOLYweb)


Volles Haus bei den Kameraden der Feuerwehr in Groß Düben

Tag der offenen Tür lockt vor allem die Jugend an

Wie ein Notstromaggregat, ein D-Schlauch für den Schnellangriff oder eine Tragkraftspritze funktioniert, all diese Dinge haben sich die jungen Feuerwehrleute von Manuel Noack erklären lassen. Denn zum fünften Mal luden die Groß Dübener Feuerwehrleute in ihr Gerätehaus zu einem Tag der offenen Tür.Traditionell wurden am Sonntag symbolisch für die neugeborenen Kinder in Groß Düben die Rauchmelder für Paula Besa und Saskia Charlott Nagorka übergeben. Insgesamt erhielten bereits 20 Kinder diesen "Rauchmelder" von den Kameraden.

Trotz regnerischen Wetters kamen mehr als 100 Gäste, um sich bei der Groß Dübener Feuerwehr umzuschauen. Spontan stellte die ein Zelt auf, damit die Besucher "nicht im Regen" stehen. Die Gastgeber führten ihr neues Fahrzeug TSF-W zur Besichtigung vor, das 2014 neu angeschafft wurde.

Großen Spaß hatten die Kinder, als sie mit der Kübelspritze das Brandhaus löschten. Auch Gastwehren aus den umliegenden Ortschaften kamen zum Teil mit ihrer Technik nach Groß Düben. Der Wehr unter der Leitung von Ortswehrführer Sven Lehmann gehören 25 aktive Kameraden und zehn der Alters- und Ehrenabteilung an. Sechs Einsätze fuhren die Groß Dübener im vergangenen Jahr.
Besonders stolz sind sie über die gut aufgestellte Kids- und Jugendfeuerwehr mit 19 Kindern und Jugendlichen. Diesen Part haben Jugendwart Constanze Krautz und Juliane Hille inne. Jederzeit können sich Kinder ab sechs in Groß Düben dazugesellen. Besonders die Kids müssen spielerisch mit der Materie Feuerwehr vertraut gemacht werden. Die Jugendfeuerwehr ist dann auch an der Praxis interessiert. Im Rahmen der Knotenkunde lernen sie den Kreuzknoten, doppelten Ankerstich oder den Mastwurf. Erste-Hilfe befindet sich ebenfalls im Rahmen der Ausbildung. Die Kameraden der First Responder Gruppe Schleife sowie die Rettungshundestaffel begleiteten den Tag mit Aktivitäten.
Während sich die Gäste noch in aller Ruhe am Sonntag umgesehen haben, blickt der Ortswehrführer schon in die Zukunft. Am 30. April nämlich wird der Maibaum gestellt und das Hexenfeuer lädt zum Verweilen ein. Am 18. Juni müssen die Feuerwehrleute dann die Ärmel hochkrempeln, denn die Groß Dübener tragen die Wettkämpfe um den "Oberlausitz-Pokal" aus. Zum Strandfest nach Groß Düben wird dann am 2. Juli geladen.
(Quelle: Lausitzer Rundschau: 11.04.2016 - Martina Arlt)


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Groß Düben dreht nach Jahren wieder an Steuerschraube

           Haushalt 2016 liegt im Entwurf vor / Kämmerin rechnet mit Fehlbetrag

     Laut Kämmerin wird es trotz Sparsamkeit auch mittelfristig nicht möglich sein, einen ausgeglichenen Haushalt            aufzustellen. Der Entwurf für 2016 weist einen Fehlbetrag von über 200 000 Euro auf. 

Grund - und Gewerbesteuern sollen erhöht werden.  

Kämmerin Carmen Petrick bezweifelt, dass es bei den gut 200 000 Euro als Fehlbetrag bleibt, die der Entwurf des Haushaltes für 2016 derzeit ausweist. Bis zur vorgesehenen Beschlussfassung Anfang April könne sich noch einiges an dem Zahlenwerk verändern, was derzeit noch keine Berücksichtigung fand. Als ein Beispiel nannte sie notwendige Arbeiten am Jugendclub Halbendorf. Vom Land stehen Groß Düben rund 29 000 Euro für den Straßenbau zur Verfügung. Die Gemeinde ist mit zehn Prozent Eigenmittel mit dabei. Es sei aber auch möglich, das Geld von diesem Jahr anzusparen, um 2017 mit den dann fließenden Mitteln insgesamt eine höhere Summe zu investieren. Welche Straßen gemacht werden müssen, werde derzeit gerade ermittelt, so Carmen Petrick. Diese sieht weder in diesem noch in den Folgejahren eine Chance, das Minus im Haushalt auszugleichen. Großartig auf Rücklagen könne nicht zurückgegriffen werden. Aufgrund dieser Situation kommt die Gemeinde nicht umhin, sparsamer denn je mit ihren Geldern umzugehen. Fließen Fördermittel, dann soll ein Teilbereich der Edelstraße (Zufahrt Arztpraxis) saniert werden. Des Weiteren geht es darum, Voraussetzungen für schnelles Internet für beide Ortsteile zu schaffen. Wenn Groß Düben dafür Fördermittel beantragt, bleiben maximal 20 Prozent Eigenmittel an der Gemeinde hängen. Laut Machbarkeitsstudie würden die Baukosten mehr als zwei Millionen Euro betragen. Kämmerin Petrick geht davon aus, dass die Eigenmittel nicht ohne Kreditaufnahme zu bewerkstelligen sind. Außerdem bekommen die Kitas neue Ausstattungsgegenstände.

Um zusätzliches Geld in die Kasse zu bekommen, sollen erstmalig seit längerer Zeit die Gewerbe- und Grundsteuern auf den Landesdurchschnitt angehoben werden. Die Grundsteuer A soll von 280 auf 307,5 Prozent steigen. Das wären 550 Euro Einnahmen. Bei der Gewerbesteuer würden jedoch rund 10 000 Euro in die Gemeindekasse fließen, wenn der Hebesatz von derzeit 370 auf 412,5 Prozent angehoben wird. Grundstücksbesitzer, die Abwässer in den Bürgermeister-Kanal einleiten, müssen dafür künftig Benutzungsgebühren bezahlen. Deren Höhe steht derzeit noch nicht fest. Auf einmalige Zuschüsse für Bauwillige wolle der Gemeinderat trotz schwieriger Finanzlage nicht verzichten.

(Lausitzer Rundschau : 10.03.2016 - Gabi Nitsche)


Kaiser Franz und Sissi feiern mit

Kathleen Reimann und Markus Stoppe tragen die närrische Krone in Groß Düben


Wenn es jedes Jahr in Groß Düben um das neue Prinzenpaar geht, dann sickert im Dorf nichts durch. So war es auch in diesem Jahr. Der Saal im Gasthof von René Köppen war bis auf den letzten Platz besetzt und die Spannung stieg bereits am Anfang des Abends.
Unter dem Motto: "Ob am Gardasee oder im Zillertal, überall im Alpenland ist Karneval" herrschte Partystimmung im Saal. Die Funken demonstrierten gekonnt, wie fleißig sie ihre Choreografien einstudiert hatten.Und dann war es endlich soweit. Frank Zech am Mikrofon kündigte das 58. Prinzenpaar der Groß Dübener an. Unter großem Applaus zeigten sich Markus Stoppe und Kathleen Reimann als Kaiser Franz und Sissi."Entsprechend unserem Motto ist dann auch das Prinzenpaar gekleidet. Sie treten als Kaiserpaar Österreich-Ungarns auf. Für mich persönlich ist es das 21. Prinzenpaar hier in Groß Düben, das ich ausgewählt habe. Doch es wird immer schwieriger, ein Paar für dieses Amt zu gewinnen. Denn sie sollten ja schon mit Groß Düben verbunden sein. Es können echte Pärchen sein oder auch einfach zusammengewürfelte. Von den Angesprochenen gab es auch schon Absagen. Ausreden waren, sie können nicht tanzen, keine Zeit oder sie möchten nicht in die Öffentlichkeit", erzählt Birgit Marks, die in diesem Jahr letztmalig das Paar auswählte. Einen Nachfolger für dieses Amt wird es geben. Die Einwohner hatten auch diesmal die Möglichkeit, im Vorfeld im Dorfladen zu tippen, wer das neue Prinzenpaar werden könnte. In diesem Jahr waren es zwei Teilnehmer, die "richtig lagen". Für den richtigen Tipp stand eine Flasche Sekt bereit.Kathleen Reimann (32) und Markus Stoppe (26) sind seit mehr als drei Jahren ein Paar. Markus ist beruflich als Mechatroniker bei Vattenfall Europe Mining tätig und Kathleen ist Lehrerin an der Medizinischen Schule in Cottbus. Als Kathleen "noch nicht Prinzessin war", moderierte sie in den letzten Jahren die Veranstaltungen der fünften Jahreszeit in Groß Düben. Markus als gebürtiger Groß Dübener ist seit neun Jahren im Männerballett aktiv. "Generell ist es eine Ehre, hier in Groß Düben einmal als Prinzenpaar anzutreten. Davon wussten wir persönlich schon seit einem Jahr. Wir sagten sofort zu. Es ist eine tolle Gemeinschaft. Es herrscht große Herzlichkeit. Mein Kleid wurde von Petra Engelmann aus Bagenz geschneidert. Es ist ein wunderschönes Gefühl, im Sissi-Kleid zu tanzen", sagt Kathleen.
Der Saal verwandelte sich am Wochenende für zwei Tage in eine wunderschöne Almhütte. Die entsprechende Partystimmung ließ nicht lange auf sich warten. Auf dem Parkett zeigten sich die Kinderfunken als Almzwerge, das Männerballett als Marienkäfer und Hühner. Wandervögel, die wahre Geschichte von Heidi, Alm-Ötzi, Waldgeister, die Sänger der Alpen-Hitparade sowie die Zipfelklatscher sie alle trugen zum unterhaltsamen Karnevalsabend am Freitag bei. Samstag wiederholte sich das lustige Treiben noch einmal.Auf jeden Fall reihen sich die Groß Dübener in den nächsten Tagen bei den Umzügen in Bad Muskau und Cottbus ein. "Wir wissen jetzt schon, dass Kathleen und Markus beim großen Treffen der Prinzenpaare 2017 in Cottbus dabei sein werden. Dazu lädt der Karneval Verband Lausitz ein", so Birgit Marks. (Quelle: Lausitzer Rundschau: 01.02.2016 - Martina Arlt)

Zwei Schwerverletzte nach Autounfall

Auf der Dorfstraße in Groß Düben sind am Nachmittag zwei Fahrzeuge zusammengestoßen. Es entstand hoher Sachschaden

        Die linke Vorderseite der Fahrzeuge ist beschädigt, die Airbags sind ausgelöst, die Fahrer bereits befreit. Auf der Dorfstraße in Groß Düben sind am Dienstagnachmittag gegen 14 Uhr ein VW und ein Opel miteinander kollidiert. Aus noch ungeklärter Ursache geriet laut Polizei eines der beiden Autos auf die Gegenfahrbahn. Neben ihr kamen die Feuerwehr aus Groß Düben und ein Krankenwagen zum Einsatz.

 Erst bei der Polizei als Verkehrsunfall mit zwei leichtverletzten, mussten letztlich beide Fahrer schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Die Autos nahm der Abschleppdienst mit, in denen sich keine weiteren Insassen befanden. Die Bergung dauerte bis 16.18 Uhr. Danach konnte die Dorfstraße wieder freigegeben werden. Der Schaden an den Fahrzeugen beläuft sich auf 18000 Euro. (Quelle SZO-19.01.16)


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Der Traum vom lila Feuerwehrfahrzeug

Groß Dübener Floriansjünger stolz auf Frauen und Nachwuchs

Traditionell blickt die Groß Dübener Feuerwehr bei ihrer Jahreshauptversammlung auf das vergangene Jahr zurück, das sich erfolgreich gestaltete. Besonders stolz ist die Wehr auf ihre Frauen und den Nachwuchs.

Der Saal im Gasthof "Köppen" gehörte Freitagabend ganz den Groß Dübener Kameraden, die ihre Jahreshauptversammlung begangen haben. Ortswehrleiter Sven Lehmann dankte seinen insgesamt 25 aktiven Kameraden, den 19 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung sowie den derzeit zehn ruhenden Mitgliedern für ihren Einsatz im Jahr 2015. Bei den geleisteten rund 60 Einsatzstunden setzten die Kameraden bei sechs Einsätzen stets auf Hilfeleistungen. Besonders würdigte der Wehrleiter die Einsatzbereitschaft der Kameraden beim Brand auf der Reinert Ranch im Mai. "Selbst nach einem kräftig gefeierten Männertag standen zahlreiche Kameraden bereit", erinnerte sich Sven Lehmann. Er erinnerte auch an die vielen kulturellen Höhepunkte des Jahres 2015 unter anderem ans Zampern, an den Tag der offenen Tür sowie an den Kreisjugendfeuerwehrtag.

Besonders stolz ist die Groß Dübener Wehr auf ihren Nachwuchs. Wie Nachwuchsleiterin Constanze Krautz erläutert, befinden sich derzeit sieben Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. Noch einmal sieben Kinder sind in der in Ostsachsen bisher einzigen Kids-Feuerwehr aktiv. Wie Juliane Hille, die die Kids-Feuerwehr gemeinsam mit Kathleen Reimann betreut, erläutert habe die Wehr in 2015 vier Neuaufnahmen verbuchen können.Die Sportmannschaft konnte bei sportlichen Feuerwehraktivitäten auch Erfolge verbuchen. Mit hervorragenden Leistungen tat sich beim Sport der Kamerad Marco Rühlemann hervor, der beispielsweise beim Oberlausitzpokal in der Gesamtleistung den ersten Platz holte und auch bei der Jahreshauptversammlung für zehn Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet wurde. Ebenfalls freute sich die Wehr, dass die Groß Dübener Feuerwehrmädels eine eigene Frauenmannschaft gründeten. "Wir waren von den Läufen der Jungs so angetan", erinnert sich Kathleen Reimann, die seit 2014 frisch dabei ist. Bei ihrem Debüt im September beim Lauf um den Verwaltungspokal konnten sich die Mädels gegen die "Schleefer Löschbunnys" durchsetzen und erreichten den ersten Platz. Die Mädels wollen auf jeden Fall weiter wachsen an Erfahrungen aber auch an weiteren weiblichen Mitgliedern. Wehrleiter Sven Lehmann befürchtet, bei dem hohen Frauenengagement irgendwann ein rosanes Feuerwehrfahrzeug anschaffen zu müssen. "Wenn dann ein lilanes Feuerwehrfahrzeug", scherzte Constanze Krautz mit. Bürgermeister Helmut Krautz und auch Gemeindewehrleiter Detlef Slabina würdigten am Ende die hervorragende Feuerwehrtätigkeit in Groß Düben. Beide dankten den Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft und hoffen, dass viele Aktivitäten wie zum Beispiel auch die Übergabe von Rauchmeldern an Familien mit Neugeborenen auch in 2016 beibehalten werden.Neben fünf Neuzugängen wurden sieben Kameraden befördert: So wurde Nick Dubrawa, Markus Stoppe und Tony Pohl zum Oberfeuerwehrmann, Juliane Hille zur Oberfeuerwehrfrau, Stefan Krautz und Sven Lehmann zum Löschmeister und Constanze Krautz zur Löschmeisterin befördert. (Quelle: Lausitzer Rundschau: 12.01.2016 - Anja  Guhlan)

Nichts ist unmöglich!

Groß Düben gegen Windenergie-Fläche

Halbendorf Bürgermeister Helmut Krautz (parteilos) und der Gemeinderat von Groß Düben lehnen so genannte "Windenergie-Potenzflächen" hinter Groß Düben in Richtung Klein Düben ab. Diese sind im Vorentwurf des fortgeschriebenen Entwicklungsplanes für die Region Oberlausitz-Niederschlesien vorgesehen, hieß es Donnerstagabend während der Ratssitzung.

Die Gemeinde war vom Planungsverband aufgefordert worden, Hinweise zum vorliegenden Entwurf zu geben. Davon machten die Groß Dübener gern Gebrauch und verzichteten nicht, sich zu Wort zu melden. Die Räte setzten sich im Technischen Ausschuss mit der Thematik lang und breit auseinander, berichtete Bürgermeister Helmut Krautz. Das mit dem Ergebnis, sich gegen Windkraftanlagen in der Nähe von Groß Düben auszusprechen. Das zumindest machte der Großteil des Gemeinderates. Zwei Ratsmitglieder enthielten sich bei der Abstimmung in Halbendorf der Stimme.

Quelle: Lausitzer Rundschau 07.11.2015  - Gabi Nitsche


Keine Windkraftanlagen auf Groß Dübens Flächen


Wer verschläft, dem drohen Sanktionen

Amtsleiter Steffen Seidlich: Frist für Umrüstung von Kleinkläranlagen läuft 2015 aus

    Viel Zeit bleibt nicht mehr, um die Kleinkläranlage auf heimischem Grundstück umzurüsten. Die vom Freistaat Sachsen gesetzte Frist läuft am 31. Dezember aus. Im Landkreis Görlitz sind längst noch nicht alle Eigentümer dieser Pflicht nachgekommen. In Groß Düben ist es gut die Hälfte.

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Schneller, als sich manch einer wünscht, ist das Jahr 2015 zu Ende. Damit auch die gesetzte Frist, die Kleinkläranlagen auf den erforderlichen Stand der Technik zu bringen. Seit 2007 sei das bekannt, erinnerte Steffen Seidlich, in Baudingen verantwortlicher Amtsleiter in der Verwaltungsgemeinschaft Schleife während der Sitzung vom Gemeinderat Groß Düben. Ansonsten drohen Sanktionen, die für den Einzelnen teuer sein können, machte dieser wiederholt deutlich. "Man sollte das zeitnah in Angriff nehmen. Es ist höchste Eisenbahn", rät Seidlich. Denn viel Zeit bleibe den Säumigen nicht mehr. Letztlich wisse niemand, wie zeitig sich der Winter zurückmelde und den Einbau unmöglich mache.

Bis Ende August habe etwas mehr als die Hälfte der Grundstückseigentümer in der Gemeinde ihre vorhandenen Kleinkläranlagen auf biologische Stufe umgerüstet oder eine neue Anlage einbauen lassen, berichtete der Amtsleiter. Wie viel gerade auf den Einbautermin warten, sei nicht bekannt.

Der geforderte Stand der Technik könne eine Kleinkläranlage mit biologischer Reinigungsstufe oder eine abflusslose Sammelgrube sein. Beides sei laut Karola Henke von der Unteren Wasserbehörde beim Landratsamt in Görlitz möglich.

Dort gibt es derzeit keine genaue Zahl über den aktuell erreichten Umrüstungsstand. Zum Halbjahr hieß es, von rund 6000 dezentralen Kläranlagen im Landkreis seien 2600 noch nicht umgerüstet. Aber: "Es boomt bei uns auf den Schreibtischen", beschreibt Karola Henke die Flut von Anträgen auf Erteilung der wasserrechtlichen Genehmigung für neue oder umgerüstete Anlagen. "Gerade was die nördlichen Kommunen des Landkreises angeht, wie Groß Düben oder zum Beispiel die Krauschwitzer Ortsteile, sind es 50 bis 60 solcher Anträge pro Woche." Karola Henke erwartet für die kommenden Wochen noch einen kräftigen Ansturm. Sie weist aber auch darauf hin, dass für die Bearbeitung rund vier Wochen benötigt werden. In der Verwaltungsgemeinschaft Schleife wird den Einwohnern sogar geraten, bis zu acht Wochen einzukalkulieren.

Bis maximal Ende des Jahres stellt Sachsen nach derzeitigem Stand für die Umrüstung Fördermittel in Aussicht 1000 beziehungsweise 1500 Euro. Um diese Gelder zu nutzen, sollten die Anträge spätestens bis 4. Dezember in Schleife vorliegen. Denn bevor sie zum Fördermittelgeber, der Sächsischen Aufbaubank, gehen, müssen diese geprüft und bearbeitet werden.

Zu den angekündigten Sanktionen, wenn die Frist aus eigenem Verschulden nicht eingehalten, gehören zum Beispiel die sofortige Stilllegung der Kleinkläranlage durch die Untere Wasserbehörde und/oder Zwangsgelder bis zu 1500 Euro.

"Wir brauchen ein gut ausgebautes Breitbandnetz"

Helmut Krautz aus Groß Düben kandidiert erneut als Bürgermeister

Am 7. Juni sind in Schleife, Boxberg, Groß Düben, Weißkeißel und Bad Muskau Bürgermeisterwahlen. Außerdem wird im Landkreis Görlitz ein neuer Landrat gewählt. Die RUNDSCHAU stellt die Kandidaten vor. Heute: Helmut Krautz, der ehrenamtlicher Bürgermeister in Groß Düben bleiben möchte.

Warum wollen Sie in Ihrer Gemeinde Bürgermeister bleiben?
Es gibt noch Dinge, die ich gern zum Ende bringen möchte.

Worin sehen Sie die Potenziale in Ihrer Gemeinde?
Wir sind eine überschaubare Gemeinde. Bei uns wird sich kein großes Unternehmen mit viel Arbeitsplätzen ansiedeln. Deshalb gilt es, die Struktur mit den Handwerks-, Gewerbe- und Landwirtschaftsbetrieben zu halten und auszubauen. Ebenso die Naherholungseinrichtungen am Halbendorfer See und am Waldsee in Groß Düben. Unsere Dörfer sind auch als Wohnstandorte für junge Familien gut geeignet. Das unterstützen wir seit Jahren mit Bauzuschüssen für Neubau oder Um- und Ausbau älterer Bausubstanz. Das wird sehr gut angenommen. Für die Kitas in beiden Orten haben wir in den letzten vier Jahren reichlich eine Million Euro für Umbaumaßnahmen ausgegeben für optimale Bedingungen für die Jüngsten.

Was sind die wichtigsten Probleme, die in den kommenden Jahren gelöst werden müssen?
Im Ortsteil Groß Düben gibt es einen Bürgermeisterkanal, der einst zur Ortsentwässerung gebaut wurde. Später wurden dann die Überläufe von Kläranlagen eingebunden, da Versickerung nur bedingt möglich ist. Die Bürger haben die Möglichkeit, jetzt auch ihre Bioanlagen in den Kanal einzubinden, um das gereinigte Wasser ordentlich abzuleiten. Das wird gebührenpflichtig. Wir sind dabei, dafür eine Satzung zu erstellen. Außerdem muss der Radweg zwischen Groß Düben und Schleife endlich kommen. Ein anderer Punkt ist schnelles Internet. In Groß Düben wird das zurzeit hauptsächlich über zwei Funkanbieter realisiert. Das Netz der Telekom gibt nicht viel her. In Halbendorf geht es nur darüber. Dieser Zustand reicht heutzutage einfach nicht aus. Wir brauchen ein gut ausgebautes Breitbandnetz. Das ist ein Kriterium für einen guten Wohnstandort. In Halbendorf besteht der Wunsch, die Alte Schule als Dorfgemeinschaftshaus auszubauen. Das kann aber nur mit den Halbendorfer Vereinen realisiert werden. Dem Gemeinderat hab ich vorgeschlagen, uns mit Krauschwitz und dem Förderverein Sagar dazu auszutauschen.

Was macht Ihre Gemeinde besonders lebenswert?
Das Miteinander der Bürger. Viele sind in Vereinen organisiert und bereichern mit vielfältigen Veranstaltungen das Leben in unseren Dörfern. Hinzu kommt die Nähe zur Natur mit den beiden Naherholungsgebieten. Nicht zu vergessen die gute gastronomische Versorgung mit drei Gaststätten, einem Café und kleinem Dorfladen. Ein Allgemeinmediziner, ein Zahnarzt, eine Physiotherapie sowie ein Friseursalon tragen auch zur lebenswerten Gemeinde bei.

(Quelle: Lausitzer Rundschau: 02.06.2015 - Gabi Nitsche)


Stolz auf die einzige Kids-Feuerwehr in Ostsachsen

Jahreshauptversammlung der Groß Dübener Floriansjünger / Kameraden sind aus kulturellen Dorfleben nicht wegzudenken

Der Saal bei Köppens in Groß Düben hat am Samstagabend ganz den Kameraden der freiwilligen Feuerwehr des Ortes gehört. Deren Jahreshauptversammlung stand an.

Als Höhepunkte des Jahres 2014 nannte Wehrleiter Sven Lehmann den Countdown zum neuen Feuerwehrfahrzeug, das Anfang November feierlich eingeweiht werden konnte. Zu den vielen kulturellen Aktivitäten, an denen die Kameraden beteiligt waren, gehörten im Ort das Zampern, die Hilfe beim Absichern des Karnevalsumzugs in Cottbus, der Tag der offenen Tür, der Zampertanz, das Maibaumstellen, das Strandfest, die Feierlichkeiten zu 550 Jahre Groß Düben, der Fackelumzug sowie das Schmücken des Weihnachtsbaumes in der Kirche.

Bürgermeister Helmut Krautz, Henry Kossack als stellvertretender Kreisbrandmeister sowie Gemeindewehrleiter Detlef Slabina würdigten die hervorragende Feuerwehrtätigkeit in Groß Düben. Etwas Besonderes ist die Kids-Feuerwehr, die einzigartig in ganz Ostsachsen ist. Sie wird von Constanze Krautz geleitet. Betreut wird das Team Löschzwerge von Juliane Hille, Kathleen Reimann und Carola Jentsch.

"Die Kinder zwischen sechs und acht Jahren werden spielerisch an die Feuerwehr-Aufgaben herangeführt", so Juliane Hille (27). "Wir treffen uns einmal monatlich. Sie üben Feuerwehrknoten oder lernen die Erste-Hilfe-Regeln. Die Kids-Feuerwehr gründeten wir 2012 und zählen derzeit neun Kinder", berichtet Juliane Hille, die selbst seit 17 Jahren der Feuerwehr angehört.

Übrigens sind im vergangenen Jahr sieben Rauchmelder für die Neugeborenen im Ort übergeben worden – auch eine Art Nachwuchsarbeit. Und in diesem Jahr findet in Groß Düben der Kreis-Jugendfeuerwehrtag statt.

Zur Groß Dübener Wehr gehören 27 Aktive und 19 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung. Zu sechs Einsätzen rückten die Groß Dübener 2014 aus.

Neu aufgenommen werden konnten im November 2014 Patrick Noack und Hans Storp.

Befördert wurden am Samstag: Juliane Hille (Feuerwehrfrau), Manuel Noack (Oberfeuerwehrmann), Sven Lehmann (Hauptfeuerwehrmann), Marco Rühlemann und Felix Hille (beide Löschmeister) sowie Mario Sonnert (Brandmeister).

Ausgezeichnet wurden David Dubrawa (zehn Jahre aktiver Dienst); Kai Besa, René Köppen, Thomas Storp und Frank Zech (alle für 25 Jahre aktiven Dienst) und Waldemar Noack (40 Jahre).

(Quelle: Lausitzer Rundschau, 05.01.2015 - Martina Arlt)

Ein Hoch auf die Groß Dübener Vereine
550-Jahr-Feier lebt von und mit den einsatzfreudigen Einwohnern / Lob für Jugendclub und gelungene Rocknacht
550 Jahre Groß Düben. Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Die einsatzfreudigen Vereine ließen ihr Dorf und seine Einwohner hoch leben. Mit dem bunten Programm trafen sie bei den Besuchern absolut ins Schwarze.
Von Gabi Nitsche
Was wäre ein Ort bloß ohne seine Vereine? Halb so lebens- und liebenswert vermutlich. In Groß Düben wurde das besonders deutlich bei der Geburtstagsfeier zum 550. Denn das Festprogramm lebte vor allem von und mit den Vereinen. Schon Freitag die Rocknacht. Super gelungen, hieß es Sonnabend von allen Seiten. Die fünf Bands rockten das Zelt bis früh um vier Uhr und würden gern wieder kommen, so deren Botschaft an den Jugendclub.
Apropos Jugend. Groß Düben kann echt stolz auf die Jugend sein, die das auf die Beine stellt und dafür gern Urlaub und Freizeit opfert , ist Kathleen überzeugt. Den Club machen etwa 40 Leute zwischen 15 und 35 Jahre aus. Das erfuhren die Besucher im Festzelt von Ires Fercho, die ihre Premiere als heimatliche Moderatorin mit Bravour meisterte. Ehre wem Ehre gebührt so lautete das Motto der gelungenen Vereinspräsentation. Derweil die Besucher sich Kaffee und Kuchen schmecken ließen - die Schützenfrauen hatten für Samstag gebacken, Sonntag folgten die Sportlerinnen - marschierten die Vereine ein. Schützen, die den Verein einst gründeten, als erste. Schwungvoll folgten die Frauen um Gislinde Fettke. Die Mitglieder vom Sportverein absolvierten mit dem Publikum eine Fitness-Runde. Das gefiel. Geselligkeit auf Wanderungen ist das, was die Schmetterlingsburschenschaft um Ochsenauge Frank Zech ausmacht. Nicht zu vergessen die Macher der temperament- und humorvollen Karnevalsveranstaltungen. Der Verein punktet auch mit einem erfolgreichen Männerballett. Übrigens gibt es hier schon seit 1957 Faschingsveranstaltungen, informierte Ires Fercho. Nicht zu vergessen die freiwillige Feuerwehr um Sven Lehmann - aktiv in Sachen Brandschutz und Dorfleben.
Die Groß Dübener, voran Bürgermeister Helmut Krautz, bedankten sich herzlich bei ihren Vereinen. Krautz wandte sich auch die Jüngsten für ihr tolles Geburtstagsgeschenk. Bei Spaziergängen hielten die Kinder alles Sehenswerte in Fotos fest und fertigten damit Wandzeitungen. Glückwünsche überbrachten befreundete Schützen wie die aus dem polnischen Zbaszynek. Der Mänergesangverein 1845 Bad Muskau und die Rohner Stimmen machten das musikalisch, derweil es rund ums Festzelt mit Spielparadies für die Jüngsten und Landtechnikausstellung sowie kleinem Markt für die Älteren viel zu erleben gab. Und da standen Tanzabend und Sonntagsprogramm noch bevor . . .
Sie bringen den Rock ins Dorf - die Dorfrocker vom Jugendclub Groß Düben. Die Jugend bekam großes Lob für die Rocknacht am Freitag.Für Unterhaltung sorgten auch die Weskower Blasmusikanten.Nur Zuschauen, das gab es nicht. Der Sportverein ließ die Besucher im vollen Festzelt sich tüchtig bewegen. alle hatten ihren Spaß daran. Glückwunsch für Helmut Krautz (l.) für 25 Jahre Bürgermeister.
Quelle: Lausitzer Rundschau, 18.08.2014 - Gabi Nitsche



Groß Düben vergrößert das Spatzennest

Gemeinde investiert in Kita-Anbau rund eine halbe Million Euro / Kapazität auf 65 Plätze erhöht

Die Kinder von Groß Düben haben von ihrem größeren Spatzennest inzwischen Besitz ergriffen. Für etwa eine halbe Million Euro hat die Gemeinde die Kindertagesstätte um einen Anbau erweitert. Damit kam sie der gestiegenen Nachfrage nach Plätzen nach, vor allem im Hortbereich.

Glückliche Gesichter, die gab es am Dienstagnachmittag en gros im Groß Dübener Spatzennest. Denn die Kita-Kinder feierten mit zahlreichen Gästen den neuen Anbau. Etwa eine halbe Million Euro ist in diesen investiert worden. Die Gemeinde hat für die Krippenplätze 190 000 Euro Fördermittel erhalten. Wenn bisher 36 Kinder vom Krippen- bis zum Hortbereich in der Kita Spatzennest betreut werden konnten, bietet diese nun eine Kapazität von 65 Plätzen. 14 davon in der Krippe, 29 in der Kita und 22 im Hort.

"Endlich hat jede Gruppe eine Garderobe, einen eigenen Sanitärbereich und einen Gruppenraum", schwärmte Kita-Leiterin Sigrid Baatz. Nun könnten die Kinder auch mal eine begonnene Arbeit liegen lassen und müssten nicht alles aufräumen, weil die nächsten in den Raum wollen.

Bevor Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) und Sigrid Baatz zur Besichtigung in den Anbau bitten, bedanken sie sich bei allen am Bau beteiligten Personen in der Verwaltung und bei den beauftragten Firmen. Ein besonderer Dank geht an den Nachbarn Jurk. Wegen des Anbaus musste der bisherige Spielplatz weichen. "Herr Jurk hat uns für den neuen Spielplatz eine Fläche zur Verfügung gestellt", betonte Helmut Krautz. Dem Team um Sigrid Baatz wünschte der Bürgermeister "viele schöne Stunden und vernünftige Arbeitsbedingungen." Krautz nutzt den Augenblick, um noch einmal zu betonen, dass im nächsten Jahr die Kita Storchennest in Halbendorf an der Reihe ist. "Auch ohne Fördermittel würden wir das Projekt verwirklichen", so Krautz. Doch das wird wohl nicht notwendig sein. Denn es sieht sehr gut aus, dass dafür Fördermittel aus dem Topf der Integrierten ländlichen Entwicklung fließen. Nach dem jetzigen Stand der Dinge könnten es über 200 000 Euro sein, so Krautz.

Dann soll der Halbendorfer Anbau dem in Groß Düben nicht nachstehen. Und für diesen halten die Eltern mit Lob nicht hinterm Berg. Super, dass nun jede Altersgruppe ihren separaten Bereich hat, heißt es immer wieder. Die Kita-Kinder nutzen die bisherigen Räume, die Krippe hat ihr Reich im Erdgeschoss des Anbaus und die Großen, die Hortkinder, fühlen sich im Obergeschoss wohl.

(Quelle: Lausitzer Rundschau/gekürzt – Gabi Nitsche - 14.11.2013



Radwege-Bau zwischen Halbendorf und Groß Düben kann starten

Trasse durch Sträucher von der Fahrbahn getrennt

Der straßenbegleitende Radweg an der Staatsstraße S 130 zwischen Halbendorf und Groß Düben wird auf einer Länge von insgesamt zwei Kilometern ausgebaut. Im ersten Bauabschnitt werden 1,175 Kilometer ab 18.

September in Angriff genommen, teilt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) mit. Damit startet ein Bauprojekt, das lange von den Bewohnern in den Dörfern gefordert worden war.

Baubeginn ist an der Gemarkungsgrenze zwischen Halbendorf und Groß Düben an der Feldzufahrt. Das Bauende ist in Groß Düben, Höhe Klein Dübener Weg. Der Radweg verläuft durchgehend auf der östlichen Fahrbahnseite der S 130. Er wird getrennt von der Straße durch den vorhandenen und zu erhaltenden breiten Grün- und Pflanzstreifen. Der Abstand zur Fahrbahn beträgt mehrere Meter.

Der gemeinsame Geh- und Radweg wird mit einer Breite von zweieinhalb Metern und einer Aufbaustärke von 30 Zentimetern asphaltiert. Die Entwässerung erfolgt über das Bankett in eine flache Sickermulde, die neu anzulegen ist.

Laut Landesamt wird die Firma Strabag Weißwasser das Vorhaben realisieren. Die Baukosten betragen rund 135 000 Euro. Die Baumaßnahme wird voraussichtlich am 18. November beendet sein.

(Quelle: Lausitzer Rundschau vom 14.09.2013 - pm/rw)



Spatzennest-Anbau: Vorfreude in der Kita Groß Düben

Spatzennest-Anbau für Krippen- und Hortbereich ziert Richtkrone / Einweihung im Oktober

Groß Düben In Groß Düben ist am Montagnachmittag Richtfest gefeiert worden. Die Kindertagesstätte "Spatzennest" bekommt einen Anbau für den Krippen- und Hortbereich. Bis zum 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Sonnenschein und sommerliche Temperaturen bestimmen den Montagnachmittag. Passendere Begleitumstände kann ein Richtfest ja gar nicht haben. Fleißige Helfer haben zwischen dem Dorfladen und der Kita Holzbänke für die Gäste aufgestellt. Es sind vor allem die am Bau beteiligten Firmen, Mitarbeiter und interessierte Eltern sowie Gemeinderäte. Derweil sich die Mädchen und Jungen aus den verschiedenen Kita-Gruppen noch auf ihren Auftritt vorbereiten, hieven Jens Pannasch und David Buder von der ortsansässigen Holzbau- und Bedachungsfirma Rösch den Richtkranz nach oben und befestigen ihn. Dessen bunte Bänder flattern nun im Wind.

"Es ist kaum zu glauben, was in den vergangenen fünf Tagen hier alles passiert ist. Keiner in der Kita hat geglaubt, dass heute Richtfest gefeiert werden kann", gesteht Leiterin Sigrid Baatz. Für die Kinder sei es sehr spannend gewesen, jeden Tag etwas anderes zu sehen. Ein besonders schönes Erlebnis sei der Besuch in der Firma Rösch gewesen. "Hier konnten sich die Kinder eine Holzwand für den Kita-Anbau anschauen", so die Chefin.

Das letzte Richtfest am "Spatzennest" liegt acht Jahre zurück. "Damals gab es skeptische Stimmen, ob die Kita überhaupt auf Dauer ausgelastet werden kann", erinnert sich Sigrid Baatz, als wäre es heute. Zu diesem Zeitpunkt wurden 29 Kinder im Alter von einem bis zu zehn Jahren hier betreut. "Heute sind es 37, und es werden mehr." Das vor allem im Krippen- und Hortbereich, wo es zahlreiche Nachfragen gibt. So können künftig statt acht bis zu 14 Krippenkinder liebevoll betreut werden. Bei den Schulkindern, die den Hort besuchen, steigen die Plätze von zehn auf zwanzig Plätze. Die Gemeinde investiert in den Anbau, laut Annett Dreißig vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft, 498 000 Euro einschließlich Planungskosten. Die Gemeinde hat für die Krippenplätze 190 000 Euro Fördermittel erhalten und im vorigen Jahr bereits 90 000 Euro für Umbaumaßnahmen ausgegeben.

Der Anbau ist kein Massivbau, sondern besteht aus vorgefertigten Holzwänden. "Diese bekommen noch eine Wärmedämmung und den gleichen Anstrich wie das Haupthaus – also gelb", erläutert Annett Dreißig. Wenn alles fertig ist, ziehen die ganz Kleinen im Erdgeschoss ein und die Hortkinder im Obergeschoss.

"Viele Späne sind bereits wegen des Anbaus gefallen, aber alle haben nur ein ein Ziel: bessere Bedingungen für unsere Kinder", wendet sich Sigrid Baatz an die Gäste und verspricht, dass ihr Team die Mädchen und Jungen bestmöglich betreut und fördert. "Wir freuen uns auf die neuen Räume und unseren Spielplatz." Wie groß die Vorfreude ist, ist den Jüngsten bei ihrem Programm anzumerken. Aus voller Kehle singen sie den fleißigen Handwerkern Lieder und wünschen, dass der Anbau lange Zeit hält und Freude bereitet. Die Kita-Leiterin macht es den Sprösslingen nach und bedankt sich herzlich bei den Bauleuten, "die hier schwitzen, frieren oder auch schwimmen", gibt es einen Seitenhieb auf Petrus.

Dann wird es ernst. Die Zimmermänner Jens Pannasch und Torsten Walsch steigen mit der Kita-Chefin hinauf ins künftige Dachgeschoss, damit sie den letzten Nagel ins Gebälk schlagen kann. Sigrid Baatz nimmt den Hammer und haut zu, von unten zählt der Gästechor mit: "eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs . . ." Später sagt Harald Rösch, der in Doppelfunktion am Richtfest teilnimmt – Firmenchef und amtierender Bürgermeister – "bei 65 hab' ich aufgehört zu zählen." Das wird teuer. (Quelle: Lausitzer Rundschau - 02.07.13 - Gabi Nitsche)



Tumultartiger Streit unter Räten endet mit Klage

Groß Dübener Mehrheits-Fraktion lehnt Entscheidung des Kommunalamtes ab

Seit Donnerstagabend steht es fest: Groß Düben klagt gegen das Kommunalamt im Landkreis Görlitz. Die Behörde hatte die Entscheidung Groß Dübens gegen ein Bürgerbegehren von Halbendorfern zum Thema Eingemeindung nach Schleife für null und nichtig erklärt. Diese bittere Pille will die Mehrheits-Fraktion aus dem Ortsteil Groß Düben nicht schlucken.

Im Beisein von rund zwanzig Einwohnern spielten sich am späten Donnerstagabend geradezu tumultartige Szenen im Versammlungsraum der Feuerwehr in Halbendorf ab. Wild gestikulierende Räte hauten sich lauthals gegenseitig ihre Argumente für und wider Bürgerbegehren um die Ohren. Und das Volk aus dem Ortsteil mischte kräftig mit.

Grosa für Gerichtsverfahren

Die heftige Debatte hatte der Groß Dübener Heinz Grosa ausgelöst mit seinem Antrag, ein Gerichtsverfahren gegen den Bescheid des Kommunalamtes einzuleiten. Er könne sich mit der Aussage von Karl Ilg nicht identifizieren, begründete Grosa. "Ich sehe nicht ein, dass wir Ilgs Worte für bare Münze nehmen müssen."

Karl Ilg ist Leiter des Kommunalamtes im Landkreis Görlitz. Und das Kommunalamt erklärte jetzt die mehrheitliche Entscheidung des Groß Dübener Gemeinderats gegen ein Bürgerbegehren von drei Halbendorfer Einwohnern für null und nichtig. Kommunalrechtlich spreche nichts gegen deren Ansinnen, die Bürger in den beiden Ortsteilen an die Wahlurne zu bitten und sie über einen Eingemeindungsvertrag entscheiden zu lassen.

Die Bürger deshalb, weil ihr Vertrauen in den Gemeinderat stark beschädigt ist. Der Grund: Die Groß Dübener Mehrheits-Fraktion lehnte den ersten Vertragsentwurf im Dezember ab und verhinderte damit die geplante Eingemeindung nach Schleife zum 1. Januar 2013. Diese Pleite wollen die Befürworter der schnellen Gemeindeehe nicht noch einmal erleben. Das bekräftigten die Initiatoren Lothar Ahr, Arite Krautz und Siegbert Peto. Mehr als 300 Einwohner in Halbendorf und Groß Düben, also knapp ein Drittel aller Wahlberechtigten, stärkten ihnen den Rücken und unterschrieben das Bürgerbegehren.

Doch wie bereits erwähnt, ging die Mehrheitsfraktion aus Groß Düben da nicht mit, sie lehnte es im März kategorisch ab. Ein Anwalt gab Rückendeckung, erklärte das Begehren als unzulässig. Dagegen widersprachen bekanntlich die Initiatoren, nahmen sich auch einen Anwalt.

Das Drama um die Eingemeindung fand seine Fortsetzung – das Kommunalamt schaltete sich ein, prüfte und sprach ein Machtwort. Nun hatte der Rat zwei Möglichkeiten: entweder Streit beenden und die Bürger entscheiden lassen oder gegen das Machtwort der Behörde klagen.

"Sollen wir wirklich das Verwaltungsgericht in dieser kleinen Sache beschäftigen?", wandte sich Rainer Marusch (Halbendorf) an Bürgermeister und Ratskollegen. Heinz Grosa (Groß Düben) hielt dagegen: "Das ist keine kleine Sache, wir geben die Selbstständigkeit auf." Die Bürger könnten jetzt nicht entscheiden, es werde erst ein neuer Vertragsentwurf gebraucht, der zwischen Groß Düben und Schleife aber noch ausgehandelt, werden müsse. "Den alten hat Schleifes Bürgermeister ja für null und nichtig erklärt", warf Krautz ein. Auf das Papier, über das die Halbendorfer ja das Volk abstimmen lassen wollen, ging Krautz nicht weiter ein.

Angst vor den Bürgern?

"Ich glaube nicht, dass Herr Ilg recht hat. Das Gericht soll entscheiden", forderte René Köppfen (Groß Düben) lauthals. "Warum habt Ihr solche Angst vor den eigenen Bürgern? Ihr macht Euch lächerlich mit einer Klage", rief Halbdendorfs Ortsvorsteher Lothar Ahr mehrmals. "Bürger oder Gericht und damit Fremdsteuerung – wollt Ihr das wirklich?", ereiferte sich Andy Kowal (Halbendorf). "Ist Ilg keine Fremdsteuerung?", hielt Gemeindechef Krautz ebenso laut dagegen. Kowal verneinte. "Es geht nicht um Ilg, sondern um über 300 Bürger." Für die sei der Beschluss (sieben Ja-, sechs Neinstimmen), gegen das Kommunalamt zu klagen, eine herbe Enttäuschung, so Kowal.
(Quelle: Lausitzer Rundschau - 18.05.13 - Gabi Nitsche)

Groß Düben Gemeinderatsmitglied Reinhard Holz aus Groß Düben hat sich jetzt schriftlich an Schleifes Bürgermeister Reinhard Bork (parteilos) gewandt. Zum einen verlangt Holz von Bork, als Dienstherr der Verwaltungsgemeinschaft Schleife, die entstandenen Streitigkeiten zur Eingemeindung zu schlichten und in sachliche Bahnen zu lenken.

"Stattdessen kippen Sie mit Ihrer öffentlichen Meinungsäußerung ständig Öl ins offene Feuer, um den Disput noch zu erhitzen", kritisiert Holz. Auch habe Bork nichts unternommen, um die öffentlichen Beleidigungen gegen Groß Dübens Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) im Ortsteil Halbendorf zu unterbinden.

Zum anderen greift Reinhard Holz die Ansage des Schleifer Gemeindechefs Bork auf, er fordere vom Groß Dübener Gemeinderatsmitglied Thomas Storp eine öffentliche Entschuldigung. Dieser habe in der Sitzung am 18. Februar einen gravierenden Vorwurf gegenüber Schleifes Hauptamtsleiterin geäußert, und das nehme Bork nicht hin, sagte dieser Anfang März in der Schleifer Ratssitzung im Sorbischen Kulturzentrum. Der Hintergrund: Während des Disputs in Groß Düben zum Thema "Bürgerbegehren" hatte die Hauptamtsleiterin darauf hingewiesen, dass es einen triftigen Grund brauche, um das Bürgerbegehren abzulehnen. Storp hatte ihr entgegengehalten, sie habe schon viel erzählt, und sagte: "Ich glaube ihr nicht mehr alles."

Reinhard Holz bezieht sich in seinem jetzigen Schreiben auf das Grundgesetz, welches Meinungsfreiheit gewährleiste. "Jeder Bürger hat das Recht, die Meinung eines anderen anzuzweifeln, was nicht den Tatbestand einer Beleidigung erfüllt", heißt es unter anderem bei Holz. Dieser schreibt über Schleifes Bürgermeister: "Als Mensch verdienen Sie unsere Hochachtung und Respekt, aber als Kommunalpolitiker können wir Ihr Handeln nicht mehr nachvollziehen. Wir sind der Meinung, die Verhandlungen sollten sachlich geführt werden." (Anmerkung der Red.: Verhandlungen über die Eingemeindung der Gemeinde Groß Düben nach Schleife, wofür sich die Mehrheit der Einwohner im März entschieden hatten). (Quelle: Lausitzer Rundschau, 09.04.13 - Nitsche



Groß Dübener Fraktion trägt nun die Anwaltskosten allein

Erneut heftige Debatte im Gemeinderat entbrannt "Die Gemeinde bezahlt ihn definitiv nicht." Zu dieser Aussage, die Kosten eines Rechtsanwaltes betreffend, rang sich Harald Rösch aus Groß Düben am Donnerstagabend in der Ratssitzung durch.

Damit bemühte er sich, die Kuh vom Eis zu bekommen, für die vor allem Fraktionskollege René Köppen und Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) während einer hitzigen Debatte an diesem Abend sorgten. Andy Kowal und Reiner Marusch aus Halbendorf hatten vom Bürgermeister wiederholt die Antwort gefordert, wer den Anwalt zu welchen Kosten beauftragte. Es habe nur eine Willensbekundung gegeben, aber von keinem Beschluss, so Kowal.

Auf Aussagen dieses Juristen berief sich die Groß Dübener Fraktion schon mehrmals, wenn es um das strittige Thema Eingemeindung nach Schleife und den Ehevertrag ging.

Nach hitzigem Wortgefecht, widersprüchlichen Aussagen sagte Bürgermeister Helmut Krautz am Donnerstag: "Ich habe ihm im Sommer die Vollmacht erteilt." Die Halbendorfer Fraktion wies die wiederholte Behauptung von Krautz und Köppen zurück, alle hätten das gewusst. Denn er sei für die ganze Gemeinde beauftragt worden. Davon sei nie die Rede gewesen. Denn in diesem Fall hätten auch die Halbendorfer Andy Kowal und Gisela Kotissek als Mitglieder der Arbeitsgruppe Eingemeindung gern davon profitiert. "Es hieß immer: ‚Ich habe meinen Rechtsanwalt angerufen'", sprach Gisela Kotissek direkt René Köppen an.

Damit war das Anwaltsthema längst nicht erledigt. Gemeindechef Krautz wurde von Kowal gefragt, ob er die Rechtmäßigkeit des kürzlich abgelehnten Bürgerbegehrens (fünf Räte stimmten dafür, fünf dagegen, der Bürgermeister enthielt sich) geprüft habe, welches von Halbendorfern eingereicht worden war. Kommunalrechtlich sei Krautz verpflichtet, das Nein zu begründen. Der Anwalt würde die Rechtmäßigkeit prüfen, und dann bekämen die Einreicher einen Bescheid, so Krautz. Kowal riss der Geduldsfaden. Wenn die Gegner des Bürgerbegehrens einen Anwalt bemühen, würden sich die Befürworter auch einen auf Kosten der Gemeinde suchen, so Kowal. Letztlich verkündete René Köppen, die Groß Dübener Fraktion bezahle den vom Bürgermeister beauftragten Anwalt allein. Harald Rösch unterstrich das und meinte, die Frage der Halbendorfer nach den Anwaltskosten sei berechtigt. "Die Gemeinde bezahlt ihn definitiv nicht." (Quelle: Lausitzer Rundschau – Gabi Nitsche)



Groß Düben lässt Bürger abblitzen

Begehren von 309 Einwohnern gescheitert / Kommunalamt sieht Entscheidung kritisch

Die Fraktion im Gemeinderat scheint kein Vertrauen in die eigene Bürgerschaft zu haben. Denn bis auf ein Mitglied entschied sich diese Montagabend gegen ein Bürgerbegehren von 309 Wahlberechtigten. Diese wollen, dass die Einwohner in einem neuen Bürgerentscheid selbst über einen Ehevertrag mit Schleife entscheiden.

309 von 962 Wahlberechtigten hatten das Bürgerbegehren unterschrieben. Auch gab es an dem rechtlich nichts auszusetzen, hieß es. Keine doppelten Unterschriften, nichts. Auch eine 25-minütige Auszeit zwischen Debatte und Abstimmung nutzte nicht viel: Dennoch stimmten fünf von sechs Groß Dübener Räten dagegen, Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) enthielt sich seiner Stimme. Die fünf Ja-Stimmen reichten nicht aus, das eingereichte Bürgerbegehren zuzulassen.

Die Initiatoren der Halbendorfer Fraktion fragten immer wieder nach dem Warum. Kurz vor der Abstimmung ließ Bürgermeister Krautz die Katze aus dem Sack: "Weil wir uns damit binden und als Gemeinderat ausgehebelt werden." Besucher Olaf Hanusch rief dazwischen: "Das ist ja der Sinn an der Sache."

Fraktion lehnte Vertrag ab

Denn an der Groß Dübener Fraktion hatte sich die Bürgerschaft schon einmal die Zähne ausgebissen. Stichwort Bürgerentscheid März 2012. Die Mehrheit wollte die frühzeitige Fusion mit Schleife. Ein halbes Jahr wurde an einem Eingemeindungsvertrag gearbeitet, gegen den die Groß Dübener Fraktion dann Anfang Dezember stimmte. Keine Heirat zum 1. Januar 2012. Laut Gesetz sind noch zwei Jahre Zeit, um den damaligen Bürgerentscheid umzusetzen. Doch die Halbendorfer Fraktion will nicht länger warten. Nun sollen die Bürger selbst über ihre Zukunft entscheiden. Sie begründen ihre Eile und den neuerlichen Vorstoß mit anstehenden Verhandlungen Schleifes mit Vattenfall im Zusammenhang mit drohenden Umsiedlungen. Die dann erzielten Vereinbarungen könnten sich auf alle zu Schleife gehörenden Ortsteile positiv auswirken.

Bürgermeister Helmut Krautz appellierte Montag an die Räte: "Wenn das Begehren so durchgeht, gibt es keinen Verhandlungsspielraum mehr."

Dabei verkenne er die Bedeutung des Begehrens. Bei diesem gehe es nicht um Vertragsinhalte, so Hauptamtsleiterin Marion Mudra, sondern nur um das Ziel – Eingemeindung zum 1. Juli 2013. Über den Inhalt des Vertrages entscheiden die Wahlberechtigten erst beim Bürgerentscheid.

Nach Auffassung von Andy Kowal müsse der Rat das Bürgerbegehren zulassen, könne es nicht ablehnen. Dafür würde es einen triftigen Grund brauchen, so Marion Mudra. Thomas Storp hielt ihr entgegen, sie habe schon viel erzählt. "Ich glaube ihr nicht mehr alles." Ob die Groß Dübener Räte Angst vor den Bürgern haben, wollte Kowal wissen. "Ein Bürgerbegehren – das ist das Demokratischste", fügte er hinzu. Ortsvorsteher Lothar Ahr unterstrich das.

"Was, wenn wir heute zustimmen, und nächste Woche stellt sich raus, es ist unrechtens", sagte Harald Rösch aus Groß Düben. Denn seine Fraktion mit Bürgermeister Krautz an der Spitze lasse die Sache durch einen Anwalt prüfen. Ahr verwies auf das Kommunalamt. "Für mich ist das Kommunalamt inkompetent", antwortete Rösch.

Bis heute hätten die Groß Dübener nicht ihr Nein zum Vertrag begründet. An dem sie selbst mitarbeiteten, so Andy Kowal und Ortschaftsrat Denis Kisza aus Halbendorf. "Wir wissen nicht, was rauskommt. Wir wollten, wenn Vattenfall den Forderungen nicht zustimmt, dass Schleife die in 15 Jahren erfüllt", sagte der Bürgermeister.

Stiftung oder Zustiftung

Kowal erinnerte, laut Kommunalamt seien solche Forderungen nicht zulässig. Krautz entgegnete, auch ein Kommunalamt mache so, wie eine Gemeinde das so will. "Wir haben nicht grundlos abgelehnt", reagierte René Köppen, der zu den Groß Dübenern in der Arbeitsgruppe gehörte. Beim Thema Stiftung sei nur von einer Zustiftung geredet worden. "Nutznießer wäre Schleife mit Ortsteilen." Kowal: "Und dazu würden wir dann auch gehören." "Unsere Forderungen gegenüber Vattenfall sind Dinge, die wir uns allein als Gemeinde nie hätten leisten können. Nie", bemerkte Gisela Kotissek aus Halbendorf.

Das Kommunalamt im Landkreis Görlitz sagt: Wenn die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen, muss der Gemeinderat das Bürgerbegehren zulassen. Die getroffene Entscheidung muss den Einreichern mitgeteilt werden. Die können Widerspruch einlegen. Wenn die Entscheidung nicht rechtmäßig war, ist sie aufzuheben und das Bürgerbegehren zuzulassen. Das Kommunalamt verwahrt sich gegen gegen den pauschalen Vorwurf der Inkompetenz aus Groß Düben. Es unterliege nicht den Weisungen einer Gemeinde .

(Quelle: Lausitzer Rundschau: Gabi Nitsche)



Stärke und Gemeinschaft bewiesen

Feuerwehr Groß Düben hat mit Sven Lehmann einen neuen Chef

Groß Düben Die Feuerwehr Groß Düben hat 2012 das wohl schwierigste Jahr ihres Bestehens erlebt. Da war zum einen der unfassbare Tod ihrer Wehrleiters Maik Stoppe, zum anderen ihr 100. Geburtstag. Doch gerade in dieser Situation haben die Kameraden Stärke und Gemeinschaft bewiesen, bescheinigte ihnen der amtierende Wehrleiter Alexander Krautz. Der neue Chef heißt seit Samstagabend Sven Lehmann.

Eigentlich sollte das Jahr 2012 ganz im Zeichen des 100-jährigen Bestehens der Groß Dübener Feuerwehr stehen, doch das Jahr begann "für uns alle tragisch, unfassbar und durch tiefe Einschnitte mitten in das Herz unserer Wehr", erinnerte Wehrleiter Alexander Krautz am Samstagabend während der Jahreshauptversammlung an den Tod von Maik Stoppe. Mit einer Schweigeminute gedachten alle Anwesenden des so jung verstorbenen Wehrleiters. Am Tag seiner Beerdigung mussten die Groß Dübener zu ihrem schwierigsten Einsatz ausrücken. "Mit Schlips und Kragen unter der Einsatzjacke, bei tiefsten Frosttemperaturen musste das Umschalten von tiefer Trauer auf das Tagegeschäft gemeistert werden. Das verlangte von uns allen sehr viel ab", sprach Alexander Krautz sicherlich allen aus dem Herzen. An der Dorfstraße in Groß Düben stand ein Nebengebäude im Vollbrand. Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) würdigte in dem Zusammenhang nicht nur den Einsatz der örtlichen Wehr, sondern aller Beteiligten von Halbendorf bis Weißwasser, von Döbern bis Schleife. "Es zeigt, dass die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinaus funktioniert", so Krautz. Für ihn sei die Wehr eine Kraft in der Gemeinde, die er nicht missen möchte. "Jeder Cent, der dafür ausgegeben wird, ist gut angelegtes Geld", so Krautz. Dazu gehören für ihn auch die Ausgaben für die Jahreshauptversammlungen mit anschließendem gemütlichen Teil. "Auch wenn es dafür jedes Mal mit dem Rechnungshof Ärger gibt." Für beide Wehren – sowohl Groß Düben als auch Halbendorf – stehe der Haushaltsplan. "Im Gemeinderat hat es dazu noch nie eine gegenteilige Meinung gegeben", so Krautz.

Einer der Wünsche von Groß Düben heißt: Ein neues Feuerwehrfahrzeug. "Noch haben wir im Landkreis keine Prioritätenliste und wissen auch noch nicht, was an Geld bei uns ankommen wird", so der stellvertretende Kreisbrandmeister Henry Kossack. Doch für ihn stehe Groß Düben auf der Prioritätenliste auf Platz zwei nach Kringelsdorf. Kossack lobte, dass die Groß Dübener in diesem schwierigen Jahr nach vorn geschaut haben. Mit Freude denke er zurück an die Festsitzung 100 Jahre Feuerwehr und das vom Kindergarten gelungen dargebrachte Stück "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt".

Apropos Kita. Sie ist nah dran an der Feuerwehr. "Uns entgeht nichts, was bei der Wehr passiert", so Erzieherin und Feuerwehrfrau Carola Jensch. Diese Zusammenarbeit soll noch intensiviert werden. "Wir denken über eine Kids-Feuerwehr nach", so Thomas Storp. Denn die Jugendwehr braucht auch in Groß Düben Nachwuchs. Sechs Mitglieder zählt sie derzeit. 17 Frauen und Männer gehören zur Alters- und Ehrenabteilung, 23 Mitglieder bilden die aktive Truppe. Ihnen allen steht nun Sven Lehmann vor. Der 36-jährige Bauleiter ist am Samstagabend bei einer Enthaltung zum neuen Wehrleiter gewählt worden. Er ist ein Quereinsteiger bei der Feuerwehr. "Ich bin nach Groß Düben gezogen und wollte mich einbringen", erzählt er. Sein Weg führte ihn deshalb vor zwei Jahren zur Wehr. "Nun stelle ich mich der neuen Herausforderung", so Lehmann. Stellvertreter bleibt weiterhin Mario Sonnert.

(Quelle: Lausitzer Rundschau - Regina Weiß)



Bürgervotum und Halbendorfs Stimmen reichen für Vertrag mit Schleife nicht aus

Die für den 1. Januar 2013 vorgesehene Hochzeit der Gemeinden Schleife und Groß Düben findet nicht statt. Der dazu notwendige Ehe-Vertrag hat am Donnerstagabend nicht die absolute Mehrheit gefunden. Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) und die sechs Räte aus dem Ortsteil Groß Düben überstimmten die sechs Halbendorfer Räte.

Nur die hoben die Hände für den Eingemeindungsvertrag. Der Rest stimmte dagegen.

Mit ihrer Entscheidung 7:6 Stimmen gegen den gemeinsam mit Schleife ausgehandelten Vertrag über die Eingemeindung setzten sich Bürgermeister und die Räte aus dem Ortsteil Groß Düben über das Votum der Bürger hinweg. So sehen es die Fürsprecher der Eingemeindung. Denn die Mehrheit hatte sich im März bei einem Bürgerentscheid für die frühzeitige Gemeinde-Ehe mit Schleife entschieden.

Als den zahlreichen übewiegend aus Halbendorf anwesenden Einwohnern klar wurde, was gerade passiert war, hagelte es lautstarke Proteste. Thomas Walter rief Helmut Krautz zu: "Sie sollten sich als Bürgermeister schämen." Verärgert und enttäuscht verließen die Menschen den Sitzungssaal. Nach ihrer Auffassung hatte der Gemeinderat eine wichtige Zukunftschance vertan.

Gisela Kotissek wünschte sich vor der Abstimmung von Helmut Krautz, er möge sich nicht nur als Bürgermeister der Groß Dübener sehen, sondern auch von Halbendorf. Sie erinnerte an die gemeinsame monatelange Arbeit am Ehe-Vertrag. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe aus Groß Düben und Halbendorf hätten sich Ohrfeigen verdient, würden sie den nun anzweifeln. Man habe versucht, das Beste herauszuholen, aber zufrieden seien die Groß Dübener mit dem Vertragsinhalt nicht, entgegneten Krautz und Ratsmitglied René Köppen. Kritik wurde am Kommunalamt im Landkreis geübt. Dieses habe die Möglichkeiten für den Vertragsinhalt zu eng gesehen, wenn es um geforderte Fristen ging. Unschön sei, dass Krautz nicht zur Stammbesetzung der Schleifer Verhandlungsgruppe mit Vattenfall gehöre, nicht vom Schleifer Bürgermeister dazugebeten werde, wenn mit Umsiedlern gesprochen wird, die nach Groß Düben ziehen wollen. Als Luftnummer bezeichnete Krautz den Paragrafen mit Forderungen, die erst noch mit Vattenfall ausgehandelt werden sollen wie Abwasser, Vereinsförderung und so weiter. Man greife hinein, wisse aber nicht, was am Ende herauskomme.

Einwohner Uwe Voß aus Halbendorf forderte vom Gemeinderat, den politischen Willen der Bürger umzusetzen.

Wie geht es nun weiter? Laut Kommunalamtsleiter Karl Ilg ist ein Bürgerentscheid drei Jahre gültig und kann in der Zeit nur durch einen neuen geändert werden. Auch sei es falsch zu glauben, dass im März 2012 bereits eine Entscheidung zur Eingliederung getroffen wurde. Mit der Fragestellung beim Bürgerentscheid "Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Groß Düben in die Gemeinde Schleife zum frühestmöglichen Zeitpunkt eingegliedert wird?" sei lediglich der Auftakt erfolgt. Bürgermeister und Gemeinderat seien damit beauftragt worden, Verhandlungen mit Schleife aufzunehmen. Das Ziel sollte ein Ehe-Vertrag sein, der Voraussetzung ist für die Gemeindeehe, erklärt der Kommunalamtsleiter. Zu dem Vertrag ist es jetzt nicht gekommen. Nun liege es an den Bürgern, die Entscheidung des Gemeinderates vom Donnerstag zu beurteilen. Wenn sie dieser nicht zustimmen, könnte ein erneuter Bürgerentscheid initiiert werden über eine vollständige Vereinbarung. Dazu müsste der gescheiterte Ehe-Vertrag von den Initiatoren in Abstimmung mit Schleife überarbeitet werden.

(Quelle: Lausitzer Rundschau - Gabi Nitsche)



Groß Dübener Räte sehen geplante Eingemeindung weiterhin kritisch

Bis Ende November liegt Ehe-Vertrag öffentlich aus

Noch bis zum Ende des Monats ist der zweite Entwurf eines Ehe-Vertrages zwischen Schleife und Groß Düben öffentlich ausgelegt. Er kann aber auch im Internet auf den Seiten der beiden Gemeinden eingesehen werden.

Darauf wies Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) am Donnerstag in der Groß Dübener Ratssitzung in Halbendorf hin.

Es gäbe noch immer offene Fragen, die zu klären sind, sagte Krautz. Als Beispiel nannte er die Vereinsförderung auf lange Sicht. Wenn die bestehenden Schleifer Stiftungen nicht aufgestockt werden, hingen die Groß Dübener und Halbendorfer Vereine ab 2016 in der Luft. Es sei ein Punkt aus einer Liste von Maßnahmen, die vom Wohlwollen Vattenfalls abhängig sei. "Auch die Randbetroffenheit ist für uns noch nicht geklärt", sagte Krautz und fügte hinzu: "Das kann aber wichtig sein. Vielleicht bekommen wir es ja noch bis zur Abstimmung gesagt. Ansonsten stehen wir sehr mager da", kommentierte der Groß Dübener Bürgermeister den Stand der Dinge.

Diese Abstimmung über den Eingemeindungsvertrag ist Anfang Dezember vorgesehen. Von einigen Groß Dübener Räten kamen Donnerstag noch Hinweise, die im Vertrag berücksichtigt werden sollen. Sie betrafen das Begegnungszentrum und die Straßenbeleuchtung im Ort.

Dem Groß Dübener Lutz Hermann fiel auf, dass Hinweise zum ersten Entwurf im zweiten nicht berücksichtigt wurden. "Die Stellungnahme vom Kommunalamt dazu schließt einiges aus", berichtete Krautz. Hauptamtsleiterin Marion Mudra erinnerte auch daran, dass die Hinweise in der gemeinsamen Arbeitsgruppe und Sitzung beider Gemeinderäte abgestimmt wurden. Marion Mudra: Laut Kommunalamtsleiter würde vieles über den Mustervertrag für Eingemeindungen hinausgehen. Deswegen könne es nicht aufgenommen werden. "Dann hätte er doch gleich den Vertrag allein schreiben können", reagierte Thomas Storp sauer. Wenn sich eine Gemeinde von der anderen eingemeinden lässt, müsste es doch einzig und allein deren beider Verhandlungssache sein.

Für Helmut Krautz stehe fest, wie er sagte, der Kommunalamtsleiter Karl Ilg habe seinen Spielraum für die Gemeinde Groß Düben sehr eng gehalten. René Köppen ging noch einen Schritt weiter: "Ilg ist nicht neutral." Er habe sich deshalb über ihn beschwert, berichtete der Groß Dübener Köppen.

Sollte es wie geplant am 1. Januar 2013 zur Eheschließung kommen, sollen Vertreter der bisherigen Gemeinde Groß Düben den neuen Schleifer Umsiedlungsvertrag mit Vattenfall aushandeln. Das jedoch nur zu jenen Themen, die die jeweiligen Ortschaften betreffen. Für Halbendorf sind es Ortsvorsteher Lothar Ahr und Andy Kowal als Stellvertreter. Für Groß Düben Helmut Krautz und Heinz Grosa.

Bürgermeister Krautz sieht sich des Weiteren in der Stamm-Verhandlungsgruppe. Das werde er am kommenden Dienstag in der Sitzung des Beirates Bergbau fordern, sagte er.

Der Halbendorfer Lothar Ahr habe diese Ambitionen nicht. Er müsse nicht dabei sein, wenn die Schleifer, Rohner und Mulkwitzer über ihre Ortsteile verhandeln. "Das müssen sie selbst entscheiden."

Für den 27. November plant die Bürgerinitiative zum Erhalt der Gemeinde Groß Düben eine Informationsveranstaltung zum Thema Eingemeindungsvertrag. Das kündigte der Bürgermeister am Donnerstag an.

(Lausitzer Rundschau: G.Nitsche)




Unstimmigkeiten über Besetzung der AG "Fusion"

Groß Düben bildet Arbeitsgemeinschaft für Eingemeindung

Groß Düben hat seit Donnerstag eine Arbeitsgemeinschaft (AG), in der die Fusion mit der Gemeinde Schleife vorbereitet wird. Allerdings taten sich die Gemeinderäte sehr schwer, die AG zu besetzen.

Die konfliktbeladene Diskussion, die den Bürgerentscheid über die Fusion beider Gemeinden begleitet hatte, haben am Donnerstag im Gemeinderat ihren Nachhall gefunden. Fünf Vertreter der Gemeinde sollten bestimmt werden, die in einer Arbeitsgemeinschaft die Groß Dübener Interessen bündeln und gegenüber der Gemeinde Schleife vertreten. Eine Aufgabe, die nur mit Mühe bewältigt werden konnte.

Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) hatte nämlich je zwei Abgeordnete aus den Ortsteilen Groß Düben und Halbendorf vorgeschlagen, außerdem sich selbst. Für den Halbendorfer Gemeinderat Andy Kowal war das ein undemokratisches Vorgehen, das er nicht dulden wollte. Schließlich wisse jeder, dass die Halbendorfer Abgeordneten die Eingemeindung befürwortet hätten. Die Groß Dübener samt dem Bürgermeister würden diese ablehnen. Gerade deshalb, argumentierte Andy Kowal, müsse die Arbeitsgemeinschaft streng paritätisch besetzt werden. So aber hätten die Fusionsgegner die Oberhand.

Nach Kowals Hinweis erregten sich die Gemüter. Der Groß Dübener Gemeinderat Harald Rösch wunderte sich über das Misstrauen. Es könne doch niemand glauben, dass nicht jeder in der Arbeitsgemeinschaft das Beste für die Gemeinde wolle. Helmut Krautz empfahl Kowal, doch einfach gegen die Beschlussvorlage mit den fünf Namen zu stimmen. Er hatte dann aber auch nichts dagegen, dass sich der Halbendorfer Reiner Marusch kurz entschlossen auch noch als Kandidat aufstellen ließ, um die Parität herzustellen. Drei Abgeordnete aus Halbendorf, zwei aus Groß Düben plus der Bürgermeister – diese Verteilung hielten die Halbendorfer Gisela Kotissek und Sebastian Krüger für fair.

Im Anschluss wurde jedoch nicht über die sechs Kandidaten insgesamt abgestimmt, sondern über jeden einzeln. Höchste Akzeptanz genoss Gisela Kotissek, für die zwölf der 13 anwesenden Abgeordneten mit Ja stimmten. Andy Kowal und Thomas Storp bekamen je neun Ja-Stimmen, Rene Köppen und Helmut Krautz je sieben. Für Reiner Marusch reichte es nicht. Sieben Gemeinderäte sagten Nein.

Als nicht ganz einfach erwies sich danach die Suche nach einem Termin für die erste AG-Sitzung. Andy Kowal drängte auf einen möglichst frühen Termin schon in der nächsten Woche. Schließlich solle die Fusion noch dieses Jahr vollzogen werden. Da bleibe nicht mehr viel Zeit. Doch in der nächsten Woche können mehrere AG-Mitglieder nicht. Nach einigem Hin und Her einigte man sich auf den 24. Mai. Auch wenn Gisela Kotissek dann die einzige Vertreterin aus Halbendorf sein wird. Ob ihr das etwas ausmache, fragte der Bürgermeister. Darauf die Halbendorferin: "Das wird sich zeigen."

(Quelle: Lausitzer Rundschau - Daniel Preikschat)


Am 25. März 2012 sind die Einwohner der Gemeinde Groß Düben aufgefordert, an die Wahlurne für einen Bürgerentscheid zur freiwilligen Eingemeindung nach Schleife zu treten. Den Weg dafür hat der Gemeinderat am Donnerstag freigemacht.
Die Halbendorfer Fraktion im Gemeinderat Groß Düben hat dazu ein Bürgerbegehren initiiert. 375 Einwohner aus der Gemeinde Groß Düben haben unterschrieben. Doch die Prüfung durch die Gemeindeverwaltung Schleife und das Kommunalamt ergab zwölf ungültige Stimmen. Hauptamtsleiterin Marion Mudra nannte am Mittwochabend während der Ratssitzung in Halbendorf als Gründe Zahlendreher im Geburtsjahr. Außerdem hätten zwei Personen unterschrieben, die noch nicht ein Vierteljahr in der Gemeinde angemeldet sind. Auch das sei nicht zulässig, so Mudra. Die 363 gültige Stimmen sind 36,55 Prozent der Wahlberechtigten, 15 Prozent fordert der Gesetzgeber.

„Können wir uns nicht zusammenraufen und uns erst einmal einen gemeinsamen Standpunkt erarbeiten?“ Diese Frage bewegte Groß Dübens Heinz Grosa. Das sei doch das gewesen, was die Räte aus beiden Dörfern vor einem Jahr mal vereinbart haben, um den Bürgern auch aussagefähig gegenübertreten zu können. Die Halbendorfer und die Groß Dübener Räte hatten jeweils ihre Standpunkte zum Thema Eingemeindung zu Papier gebracht, diese Positionspapiere dann ausgetauscht. „Wir müssen doch den Leuten was sagen können“, so Grosa. „Genau das ist ja der springende Punkt. Trotz mehrerer Beratungen ist es uns ja bedauerlicherweise 2011 nicht gelungen“, antwortete der Halbendorfer Rainer Marusch. Thomas Storp aus Groß Düben gab ihm Recht, als er sich an Grosa wandte: „Du willst doch nicht glauben, wir finden jetzt eine Meinung? Wir leben damit, dass die Halbendorfer Kollegen ihre Meinung haben und wir unsere. Alles andere wäre doch Lug und Trug.“

Die Bürger hätten sich doch jetzt für den Entscheid ausgesprochen, hakte René Köppen ein. Ihn störe nur, dass bei einem Votum dafür die Eingemeindung frühmöglich erfolgen soll. Es braucht schon Zeit, um über alles mit Schleife zu verhandeln, so Köppens Standpunkt. „Frühmöglich heißt, ohne Verzögerung die Sache anzugehen, wenn die Bürger sich für die freiwillige Eingemeindung aussprechen“, erklärte Hauptamtsleiterin Marion Mudra. Maximal drei Jahre ist der Bürgerentscheid gültig. Sie machte den Räten deutlich, dass nach dem Beschluss, diesen zuzulassen, die Wahlberechtigten bis spätestens 5. April an die Urne treten müssen. Der Gemeinderat verständigte sich dann auf Sonntag, den 25. März.

In der verbleibenden Zeit bis dahin soll eine Bürgerversammlung stattfinden. Bei dieser soll den Menschen aus den Ortsteilen Groß Düben und Halbendorf die Möglichkeit eingeräumt werden, ihre Meinung zum Thema Eingemeindung nach Schleife zu sagen und Fragen dazu zu stellen.

Wann diese Zusammenkunft sein wird, steht noch nicht fest. Auch nicht, wer genau bei dieser Rede und Antwort steht außer Bürgermeister und Gemeinderat. Andy Kowal hatte bereits vor Wochen vorgeschlagen, Detlev Dähnert, Leiter Bergbauplanung/-infrastruktur bei Vattenfall, dazu einzuladen. Dähnert sagte zu, wie Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) berichtete. Denn es sind vor allem der Tagebau Nochten und die zu erwartenden Konsequenzen daraus, die die Halbendorfer antreiben, sich für die Eingemeindung einzusetzen. Anlass sind die anstehenden Neu-Verhandlungen Schleifes mit dem Bergbaukonzern über einen zweiten Grundlagenvertrag für Schleife als Aufnahmeort für die Umsiedler aus Rohne, Mulkwitz, Schleife südlich der Bahn sowie Mühlrose. Von den noch auszuhandelnden Vergünstigungen könnten auch die beiden Groß Dübener Ortsteile profitieren, wenn sie zu Schleife gehören würden.

Dähnert hatte bereits im Oktober auf RUNDSCHAU-Nachfrage erklärt, dass es keinen Anlass gebe für einen separaten Vertrag mit einer selbstständigen Gemeinde Groß Düben ähnlich dem Schleifer- oder Trebendorf-Vertrag. Vattenfall leiste indes für Groß Düben eine regelmäßige Unterstützung für Vereine und bei investiven Maßnahmen.
(Quelle: Lausitzer Rundschau- Gabi Nitsche)




Eltern können aufatmen

Keine Erhöhung der Beiträge (Foto:NOLYweb)

In Groß Düben haben sich die Gemeinderäte zugunsten der Eltern gegen höhere Beiträge für Geschwisterkinder in den Kitas entschieden.

Die damit verbundene Mehrbelastung für den jeweiligen Haushalt wurde jedoch heftig diskutiert

Wenn die Gemeinde es nicht an die Eltern weiterreicht, was der Jugendhilfeausschuss des Landkreises auf den Weg brachte, bleibt sie selbst darauf sitzen. Darauf hatte Schleifes Hauptsamtsleiterin Marion Mudra die Groß Dübener Räte eingangs extra hingewiesen. Für Ratsmitglied René Köppen (WV Groß Düben) insgesamt eine böse Sache, der er mit schwarzem Humor begegnete: „Das Geld, was sie jetzt an den Kindern sparen, stecken sie in die Wölfe.“ Auch für Thomas Storp (WV Groß Düben) ist es nicht nachvollziehbar, das der kleine Mann jetzt für die Finanzkrise im Kreis aufkommen soll. „Müssen wir das denn überhaupt beschließen?“ Diese Frage stellte Harald Rösch (WV Groß Düben) in den Raum und erntete ein Nein von der Hauptamtsleiterin. „Dann machen wir es so. So lange wir es uns als Gemeinde leisten können, bezahlen wir es“, reagierte der Groß Dübener sofort. Er sei dagegen, die Last den Eltern aufzubürden. Das wollte eigentlich Kollege Andy Kowal (WV Halbendorf) auch nicht. Dennoch hatte er Bauchschmerzen damit. „Kann unser Nein Auswirkungen auf künftige Fördermittel haben?“ Dass das durchaus so sein kann, bestätigten Marion Mudra und Kämmerin Carmen Petrick. Der Gemeinde könnte vorgehalten werden, sie würde die Einnahmequellen nicht ausschöpfen. Kowal hätte das gern genauer gewusst und ebenso, wie hoch die Summe ausfällt, die die Gemeinde dann übernimmt. Denn dazu konnte die Kämmerin am Montag keine konkrete Auskunft geben. Wegen dieser Sachen hätte der Halbendorfer die Entscheidung dazu gern vertagt. Doch dafür fand er keine Mehrheit im Gemeinderat. So stimmten sieben Gemeinderäte und Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) gegen eine Erhöhung der Elternbeiträge und einer enthielt sich der Stimme.
Quelle: Lausitzer Rundschau - Gabriela Nitsche)


Bürgerbegehren mit Unterschriftenliste wird amtlich geprüft

Die Halbendorfer Fraktion im Gemeinderat Groß Düben hat ein Bürgerbegehren initiiert. Gefordert wird ein Bürgerentscheid zur freiwilligen Eingemeindung nach Schleife.

Doch der Gemeinderat konnte am Montag nicht darüber befinden. Die Unterschriftenliste wird derzeit durch die Verwaltung geprüft, berichtete Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) am Montagabend. Er hatte das Schreiben mit der Unterschriftenliste am 15. November durch die Verwaltung in Schleife bekommen. Bis zum Redaktionsschluss für die für Montag einberufene Gemeinderatssitzung lag noch kein Prüfungsergebnis vor. Das fehlte auch am Sitzungstag laut Krautz noch. Er berichtete dem Rat davon, dass die Liste angeblich Unterschriften enthalte, die nicht von der Person stammen, die so heißt. Das habe er in einem Gespräch in Halbendorf am Sonntag erfahren. Ein Name stünde von einem Einwohner darauf, der gar nicht unterschreiben konnte, da er im Urlaub war. Auch von falschen Geburtsdaten war die Rede. Diese seien durch das Meldeamt Schleife geprüft worden. Jetzt liege die gesamte Geschichte beim Kommunalamt des Landkreises Görlitz. An die Halbendorfer Gemeinderäte gerichtet unterstrich Bürgermeister Helmut Krautz die Bedeutung des Bürgerbegehrens: „So etwas muss auch vor Gericht standhalten.“

Mit Unterschriften von 375 Einwohnern aus der Gemeinde Groß Düben soll das Bürgerbegehren unterzeichnet sein. Das sind rund 37,8 Prozent der Wahlberechtigten in der Gemeinde. 15 Prozent fordert der Gesetzgeber.
(Quelle: Lausitzer Rundschau - Gabriela Nitsche)


Kosten für Kita-Sportraum klettern in die Höhe
Der neue Sportraum für die Kita Spatzennest in Groß Düben wird voraussichtlich rund 11 000 Euro teurer als bis dato berechnet. Eingeplant im Haushalt 2011 der Gemeinde Groß Düben waren für den Sportraum-Anbau 40 000 Euro.

Schon bei der Vorstellung des Projektes im Juni kam heraus, dass die Gemeinde 5000 Euro mehr in die Hand nehmen muss. Jetzt sind es noch einmal 11 000 Euro.

Kritik an Verwaltung
Diese Hiobsbotschaft von Steffen Seidlich, Leiter des Schleifer Planungsamtes, sorgte am Donnerstag für eine heftige Diskussion. „Wir werden jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt, dabei hatten wir verschiedene Sitzungen. Keiner hat uns informiert“, kritisierte Andy Kowal. Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) hielt entgegen, erst am Donnerstagnachmittag von den Zahlen erfahren zu haben. Seidlich bestätigte das. Für Ratskollegen Heinz Grosa war es schleiferhaft, wie er betonte, dass einige Dinge nicht von vornherein vom Planer bedacht wurden und nun die Kosten explodieren lassen. „Eine Deckenverkleidung, noch eine zweite Fluchttür, eine Regenentwässerung – das muss er doch wissen, dass das notwendig ist.“ Der Unterschied zwischen den geplanten und den inzwischen anstehenden Kosten sei krass. Ob das das Ende der Fahnenstange ist, wie Sebastian Krüger fragte, konnte an dem Abend keiner mit Sicherheit sagen.

Vor-Ort-Termin geplant
Gemeinderat und Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) pochen nun auf einen Vor-Ort-Termin mit dem Planer. Diese Zusammenkunft soll in der kommenden Woche am Donnerstag stattfinden. Dabei soll vorrangig das Thema „Mehr-Kosten Außenanlagen“ eine Rolle spielen. Ziel sei es, die Ausgaben zu reduzieren. Für den weiteren Innenausbau gaben die Räte den Weg frei. „Jetzt muss das Angefangene ja fertig werden“, brachte es Heinz Grosa auf den Punkt.
(Quelle: Lausitzer Rundschau - Gabi Nitsche)


Anke Weisse und Robert Grunert tanzen bei Dresdner Semperopernball

Es ist die wohl berauschendste und prominenteste Ballnacht des Jahres in Sachsen: Der Semeropernball in Dresden. Bei der sechsten Auflage des Ereignisses sind Anke Weisse aus Weißwasser und Robert Grunert aus Groß Düben unter den Hauptdarstellern gewesen.

Ihr Debüt gaben Anke Weisse aus Weißwasser und Robert Grunert aus Groß Düben beim 6. Semperopernball in Dresden.
»Aufgeregt bin ich noch gar nicht - ganz im Gegenteil. Ich habe eben noch eine Runde geschlafen«, sagt Robert Grunert um 20.30 Uhr. So manch anderer wäre an Stelle des 21-jährigen Groß Dübeners mit Sicherheit aufgeregt: In 100 Minuten geht es für ihn und seine Partnerin Anke Weisse auf's Parkett der Semperoper. Der jungen Frau aus Weißwasser ist ebenfalls noch keine Anspannung anzumerken. Gemeinsam mit anderen Debütantenpaaren sitzen die beiden Tänzer in der Kantine der Semperoper und verfolgen das Ballgeschehen auf einem großen Monitor.

»Wir tanzen seit zwei Jahren gemeinsam«, berichtet Robert. Doch ein Ziel auf das sie hingearbeitet haben, sei der Semperopernball nicht gewesen. »Anke hat unsere Bewerbung über das Internet eingeschickt und beim Hauptcasting haben wir die Jury sofort überzeugt«, erzählt Robert. Bis vor Kurzem haben die beiden auf vielen großen Bühnen und Turnieren getanzt - immer unter den strengen Augen einer Jury. »Die Turniere haben immer viel Spaß gemacht, aber durch meine Ausbildung mussten wir das leider aufgeben«, sagt Robert. »Anke hat heute ihre eigene Tanzschule - da tanzen wir noch ab und zu zusammen.« Auftritte vor Publikum sind für die beiden etwas ganz normales. »Wir tanzen auf Tanzschul-Abschlussbällen und auf Geburtstagen. Aber der Semperopernball ist dann doch etwas anderes«, gibt der 21-Jährige zu.

Inzwischen ist doch ein bisschen Aufregung in der Luft. »Am Donnerstagabend haben wir zur Technikprobe das erste Mal in der Semperoper gestanden. Da hatte ich schon ein leichtes Kribbeln im Bauch«, gibt Robert zu. Und auch bei der Generalprobe am Freitagnachmittag war ein kleiner Patzer dabei. »Aber wir sind uns sicher, dass der Auftritt heute Abend gut über die Bühne geht«, sagen die beiden einstimmig.

Draußen auf dem Theaterplatz stehen die Eltern von Robert bereits seit 18.30 Uhr, verfolgen das Ballgeschehen über einen riesigen Monitor und fiebern dem Auftritt ihres Sohnes entgegen. »Die Stimmung hier draußen ist super«, erzählt Karola Grunert. Auch Vater Ralf ist stolz auf seinen Sohn: »Wir bleiben hier draußen, bis der Junior fertig ist. Und wenn es bis in die Nacht dauert. Das hat er sich verdient.« Für Roberts Eltern ist es der erste Semper-Openair-Ball. »Aber wir werden bestimmt nächstes Jahr noch einmal wiederkommen«, sagt Ralf Grunert.

Kurze Zeit später ist es soweit. Um 22.15 Uhr stehen Robert Grunert und Anke Weisse zwischen 78 anderen Debütantenpaaren am Seiteneingang des Ballsaals. Das Orchester beginnt zu spielen, die Prominenten erheben sich an ihren Tischen und von den Rängen. Alle Augen und Kameras sind auf die Debütantenpaare gerichtet. Von den Rängen aus ist ein Herz zu sehen, das die Debütanten auf dem Parkett der Semperoper stellen. Strauß' »Walzer an der Elbe« erklingt. Das Herz löst sich auf. Die Tanzpaare bilden in flottem Walzer-Schritt einen Kreis und zeigen die einstudierte Choreografie - sieben Minuten später verbeugen sich die 158 Debütanten. Schauspieler Til Schweiger und Freundin Svenja, Musiker Bob Geldof, Bundespräsident Christian Wulff und Gattin Bettina sowie die restlichen 2200 Gäste im Ballsaal applaudieren.

Auf dem Theaterplatz vor der Semperoper warten Freunde und Eltern nach der Balleröffnung auf Anke Weisse und Robert Grunert. Dann ziehen die Debütanten mit ihrem Schlachtruf »Avanti, Debütanti« auf den Theaterplatz. Applaus und Jubelrufe der rund 10 000 Gäste des Semper-Openair-Balls belohnen die beiden noch einmal für ihre Mühe. Begeistert über den Auftritt und den Empfang schwärmt Robert Grunert: »Der Abend war ein einmaliges Erlebnis. Wenn man mich fragen würde, ob ich ein zweites Mal mitmache, wüsste ich nicht, was ich antworten sollte. Das zweite Mal ist bestimmt nicht mehr so aufregend und spannend wie der heutige Tag es war.«
(Quelle: Lausitzer Rundschau - Artikel: Benjamin Seidemann)




Von Pfannkuchen bis zu Schokolade

Groß Düben Der Schlachtruf „Groß Düben – Helau!“ war am Samstag zum Karnevalsauftakt in der Gaststätte Köppen nicht zu überhören. Die Groß Dübener stellten ihre karnevalistischen Aktivitäten unter das Motto „Groß Düben außer Rand und Band, wir feiern im Süßigkeitenland“.
Passend dazu sah man beispielsweise Pfannkuchen oder die Milka Schokolade durch den Saal tanzen. Moderator Bodo Dolk führte wie gewohnt in souveräner Weise durch das Programm. »Die ersten Saisonvorbereitungen für das neue Programm gab es bei uns bereits im Mai. Jedes Mitglied sollte sich mit Ideen einbringen«, so Vereinsvorsitzender Klaus Marks. Aus sechs verschiedenen Programmideen setze sich am Ende schließlich der Vorschlag der Jugend mit den Süßigkeiten durch.
In lustigen Kostümen wie Milky Way oder besagten Pfannkuchen zeigten die Karnevalisten ihr schauspielerisches Talent. Auch Bürgermeister Helmut Krautz hatte sich mit aufgesetzter Narrenkappe unter das Volk gemischt. »Wir mussten heute sogar einige Besucher wegschicken, weil der Saal brechend voll ist«, so Klaus Marks. Auch Gäste von befreundeten Vereinen wie aus Friedrichshain oder Bischofswerda wollten sich das Programm nicht entgehen lassen. Zwischendurch wurden die Besucher im Saal von den Akteuren natürlich mit jeder Menge Süßigkeiten versorgt. »Das Programm gefällt mir heute ganz super. So eine gute Stimmung war hier schon lange nicht mehr«, freute sich Madeleine Jurischka. Auch der Aufritt des Männerballetts, das von Kathleen Fechner und Laura Frytkowsky trainiert wird, sorgte für so manche Lachträne, schließlich traten die Vertreter des starken Geschlechts unter anderem als Erdbeeren oder Schokolade auf das Parkett. Wer die Lachnummern der Groß Dübener Karnevalisten verpasst hat, der hat am 26. Februar eine weitere Chance.
(Quelle: Lausitzer Rundschau: André Kurtas)


Wünsche für 2011
Gemeinderat Groß Düben und Verwaltung stecken mitten in der Diskussion um den kommunalen Haushalt für das nächste Jahr. Was kann und was will sich die Gemeinde 2011 leisten? Die Wunschliste aus den beiden Ortsteilen enthält anspruchsvolle Vorhaben, wie am Donnerstagabend in der Debatte deutlich wurde.

Kämmerin Carmen Petrick hatte aus diesen Wünschen einen Haushaltsplan »gestrickt« und den Entwurf nun auf den Ratstisch gelegt.
Dieser sieht zum Beispiel vor, der Straße zum Sportplatz/Jugendklub in Halbendorf eine Kur zu verpassen. Denn das einst glatte Asphaltband ähnelt nach wenigen Jahren einem Waschbrett, so wellig ist die Straße. Baumwurzeln aus dem angrenzenden Waldstück haben es sich unter dem Asphalt bequem gemacht. Bürgermeister Helmut Krautz und Kämmerin schätzen die Kosten auf 70 000 Euro. Bungalows im Erholungsgebiet Waldsee in Groß Düben sollen neu ausgestattet werden. Hierfür wird von rund 20 000 Euro ausgegangen. Vorgesehen ist auch, das Nordufer des Sees in Ordnung zu bringen. Für die Kleinen in der Kita Groß Düben soll ein Sportraum ausgebaut und außerhalb des Gebäudes ein Tobeareal entstehen. Die Kinder wünschen sich das schon lange, um zum Beispiel mal Fußball zu spielen ohne Nachbarn zu stören. Neue Einrichtungsgegenstände sollen für die Kita in Halbendorf angeschafft werden. Auch an einen Zaun wurde gedacht.
Bis zu 30 000 Euro will die Gemeinde für einen öffentlichen Spielplatz in Halbendorf investieren.
Die Sanierung der Alten Schule zum Dorfgemeinschaftshaus hat in der Vergangenheit schon zu manchen heftigen Auseinandersetzungen im Rat geführt. In den letzten Tagen in einer nichtöffentlichen Ausschusssitzung haben sich die Räte auf einen Kompromiss geeinigt, wie am Donnerstag bekannt wurde. 100 000 Euro soll der Etat 2011 dafür vorsehen - Geld für die Planung und die wichtigsten Arbeiten. Soweit die wichtigsten Vorhaben im investiven Bereich. Nun geht es darum, möglichst erfolgreich Fördertöpfe für diese Vorhaben anzuzapfen, so Gemeindechef Krautz. »Beim Spielplatz haben wir sicherlich eine Chance«, so die Kämmerin.
Für die Zuschüsse an Bauwilligeliegen stehen 10 000 Euro bereit. Nicht nur der private Wohnungsbau für die Eigennutzung wird durch einen einmaligen Zuschuss von maximal 2500 Euro gefördert, sondern auch Umbaumaßnahmen, durch die zusätzlicher Wohnraum entsteht. Dafür kann es je 75 000 Euro genehmigter Planungssumme 1250 Euro geben. Beantragt werden müssen die Zuschüsse vor Beginn der Baumaßnahme.
Kämmerin Carmen Petrick geht davon aus, dass der Gemeinde im nächsten Jahr etwa 100 000 Euro weniger Gelder vom Land (Schlüsselzuweisungen) zur Verfügung stehen. Sie erklärte das mit schwankenden Steuerzahlungen. Deren Höhe wirkt sich auf den Landeszuschuss aus. Da sich die Gemeinde im vorigen Jahr über hohe Einnahmen freuen durfte, sind die geringeren Schlüsselzuweisungen nun die Folge. Gabi Nitsche
Der Haushaltsentwurf liegt ab 8. November eine Woche öffentlich im Gemeindeamt Schleife aus. In der Dezembersitzung soll der Etat beschlossen werden.
(Quelle : Lausitzer Rundschau - 06.11.10)


Für Strandgaststätte Halbendorf wird dringend Geld gesucht

Für die Strandgaststätte am Halbendorfer See gibt es endlich einen neuen Pächter. Weil er jedoch das Lokal ganzjährig betreiben möchte, ist zuvor eine umfangreiche Innensanierung mit kostspieliger Wärmedämmung erforderlich. Woher das Geld dafür kommen soll, darüber war der Gemeinderat am gestrigen Donnerstag ratlos.
Der neue Pachtvertrag steht. Ab April nächsten Jahres beabsichtigt ein Ehepaar aus der Umgebung, durch seine gute Küche auch außerhalb der Badesaison Gäste in die Strandgaststätte am Halbendorfer See zu locken. »Im jetzigen Zustand ist das jedoch nicht möglich«, meint Lothar Ahr bei der vergangenen Gemeinderatsitzung im Groß Dübener Feuerwehrhaus. Der Geschäftsführer des Zweckverbands »Erholungsgebiet Halbendorfer See«, der die Gaststätte bewirtschaftet, sieht nun eine günstige Gelegenheit für eine umfangreiche Innensanierung. Auf diese Weise könne aus dem Sommerbau ein Gebäude zur Ganzjahresnutzung gemacht werden. Das erfordere jedoch eine »vernünftige Sanierung und nicht wie bisher nur Flickschusterei«.
Nach ersten Einschätzungen sind vor allem Dämmungsarbeiten an Fußböden und Wänden sowie Malerarbeiten dringend nötig. Genauere Berechnungen über die anfallenden Baukosten will die Gemeinde in den kommenden vier Wochen vorlegen. Fest steht jedoch: Es werden Kosten im oberen fünfstelligen Bereich anfallen.
Da der Zweckverband selbst diese Summe nicht aufbringen kann, wird überlegt, die Finanzierung über die Gemeinde Groß Düben, die Eigentümerin des Gebäudes ist, laufen zu lassen. Damit haben die Gemeinderäte allerdings ihre Probleme: »Was ist, wenn das Geschäft nicht läuft?«, will Thomas Storp wissen. »Dann bleiben wir als Gemeinde auf den Kosten sitzen«, befürchtet René Köppen sichtlich gereizt. Heinz Grosa kann die Verfahrensweise bei der Neuverpachtung nicht nachvollziehen: »Wie kann man denn erst einen Vertrag schließen und sich im Nachhinein einen solchen Forderungskatalog aufstellen lassen«, ruft er entrüstet in die Sitzungsrunde.
Auch Bürgermeister Helmut Krautz wünscht sich, der Zweckverband würde die Sanierungskosten selbst tragen. »Denn so viel Geld lässt sich kurz vor Jahresschluss nicht einfach so aus dem Hut zaubern«, erklärt er kopfschüttelnd. Überhaupt müsse sich seiner Meinung nach die Arbeitsweise des Zweckverbands grundlegend ändern. Er könne nicht verstehen, warum für eine lange beabsichtigte Sanierung keine Rücklagen gebildet worden sind.
Der Dübener Bürgermeister blickt mit gemischten Gefühlen auf das Thema »Strandgaststätte« und hofft, bei der nächsten Gemeinderatssitzung eine Lösung für die Finanzierung zu finden. Besonders zuversichtlich klingt er aber nicht.
(Quelle: Lausitzer Rundschau - Melanie Sonnenbrodt)


Groß Dübener Gemeinderat äußert sich zum Thema „Alte Schule“ in Halbendorf

Zum RUNDSCHAU-Beitrag vom 28. September „Alte Schule bleibt Streitobjekt“ hat sich der Groß Dübener Gemeinderat René Köppen zu Wort gemeldet.

Er bezieht sich auf die neue Sanierungsidee des Heimatvereins Halbendorf in Höhe von 285 000 Euro für die Alte Schule. »In Anwesenheit eines Projektierungsbüros und von Mitgliedern des Gemeinderates wurde durch die Halbendorfer Vereine betont, dass die untere Etage nur zum Ausbau eines Saales benötigt wird. Das Dachgeschoss ist nebensächlich. Das Projektierungsbüro bestätigte uns, dass nach Umbau des Untergeschosses eine Sanierung des Obergeschosses auch notwendig wird«, so René Köppen. Da könnten Gesamtkosten von zirka 500 000 Euro anfallen. Außerdem sei weiterhin mit Betriebskosten von jährlich 14 000 Euro zu rechnen. »Da frage ich mich als Gemeinderat und Gastwirt, wie das finanziert wird. Ein Verein, der keine Mitgliedsbeiträge hat, kann das nur durch gewerbliche Nutzung erreichen«, so die Meinung von René Köppen. Für die ortsansässige Gastronomie sieht dieser das als Provokation, denn diese sei mit Betriebskosten, Pacht oder Kredite schon sehr belastet. »Aus Steuergeldern einen Konkurrenzbetrieb aufzubauen, ist meiner Meinung nach nicht vertretbar.« Die Groß Dübener Gemeinderäte haben, heißt es in seinem Schreiben, seit Jahren versucht, den Halbendorfer Vereinen die Alte Schule kostenlos zu überlassen. Dies sei generell abgelehnt worden. »Hinzu kommt, dass in Halbendorf eine Gaststätte mit Saal leer steht. Diese Variante zu überdenken wäre eher angebracht«, so Köppen. Er bezieht sich auf den Dehoga-Gaststättenverband. Dieser habe auf die erschreckende Anzahl von »Schwarzgastronomie« aufmerksam gemacht. Schon aus diesem Grund könne er einer solchen Investition aus Steuergeldern nicht zustimmen. »Wenn nach Sitzungsende ein Bierchen getrunken wird, ist das kein Gelage. Man kann und soll seine verschiedene Meinungen kontrovers ausdiskutieren, deshalb ist man jedoch nicht verfeindet«, so der Groß Dübener.
(Quelle: Lausitzer Rundschau - pm/ni)


Neues Fahrzeug für Groß Düben

Die Groß Dübener Ortswehr benötigt ein neues Fahrzeug. Das jetzige ist 15 Jahre alt und soll für möglicherweise 35 000 Euro verkauft werden.
Wertumfang zirka 170 000 Euro. Davon würden maximal 60 Prozent über den Landkreis Görlitz gefördert werden, wobei die Fördersätze für die kommenden Jahre noch nicht klar sind. »Es wäre schön, wenn das Fahrzeug 2012 zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr da wäre«, meinte Bürgermeister Helmut Krautz. Das einstimmige »Ja« des Rates ging ins Protokoll, nun kann der Fördermittelantrag gestellt werden. Ein Beschluss war nicht notwendig, erklärte der Bürgermeister.
(Quelle: Lausitzer Rundschau - ni)




Abwasserbefragung in Groß Düben

In Groß Düben sind die Einwohner jetzt befragt worden, ob sie den vorhandenen Bürgermeisterkanal weiter benutzen wollen als Abwasserkanal. Laut Bürgermeister Helmut Krautz sei der überwiegende Teil der Groß Dübener bereit, diesen weiterhin zu nutzen, wenn es ihnen ermöglicht wird. "Dafür muss der Kanal aber dicht sein", so Krautz am Donnerstag.
Eine Arbeitsgruppe soll im Ortsteil Groß Düben ins Leben gerufen werden, die sich des Themas annimmt und die nächsten Schritte festlegt.
(Quelle:Lausitzer Rundschau - ni)
Anmerkung: Bevor diese Arbeitsgruppe gegründet wird, müsste eine Einwohnerversammlung angesetzt werden!



Radweg von Halbendorf nach Groß Düben

Die Planungen für den künftigen Radweg zwischen den Orten Halbendorf und Groß Düben laufen weiter.
Wie der Bürgermeister der Gemeinde Groß Düben sagte, habe er mit anderen Räten geprüft, wie weit der Radweg an die vorhandene Hecke gebaut werden kann. Als nächster Schritt müsse noch ein landschaftspflegerischer Begleitplan erstellt werden.
(Quelle: Lausitzer Rundschau - ni)


Hinter den Büschen bis nach Halbendorf

Mitte Februar hatte Annegret Jainsch vom Planungsbüro ITL die Vorplanung für die Piste vorgestellt. Insgesamt stellte sie die Räte vor drei mögliche Varianten, erklärte die Vor- und Nachteile aus planerischer Sicht. Am Ende hatten Bürgermeister und Räte die Qual der Wahl (die RUNDSCHAU berichtete). Lassen sie die Pedalritter nun laut Variante 1 (die Vorzugsvariante) von Höhe Edelstraße in Halbendorf und auf der rechten Seite etwa acht bis zehn Meter hinter der Hecke im Feldbereich bis zum Klein Dübener Weg in Groß Düben radeln? Oder entsprechend Variante II auf der linken Seite am Feldrand? Beide Varianten bedeuten, dass vor dem Bau Grundstücksflächen gekauft werden müssen, hatte Annegret Jainsch deutlich gemacht. Laut ITL würden rund 20 Flurstücke berührt. Oder sehen die Räte die Variante III, bei der der Radweg auf der rechten Seite zwischen Fahrbahn (mit 1,75 Meter Abstand zu diesem) und Feld gebaut werden würde als besonders günstig an? Dazu müssten vorhandene Bäume gefällt und Heckenpflanzungen vernichtet werden. Positiv ist bei der III, dass nicht so viel Grundstücke erworben werden müssten.
Die Ortschaftsräte wogen in den vergangenen Wochen alle Vor-und Nachteile ab und entschieden sich für die „V 1“. Dort, wo der Radweg in den Ortslagen verläuft, sollte er so dicht wie möglich an die Straße herangeführt werden, so die Meinung der Halbendorfer. Bürgermeister Helmut Krautz und die Groß Dübener Ratskollegen hatten dem absolut nichts entgegenzusetzen, fanden die 1 ebenfalls geeignet.
So soll es dann auch geschehen. Die Breite der Pedalpiste soll einmal 2,50 Meter betragen. Doch wann „einmal“ ist, steht noch nicht fest. Dem Straßenbauamt Bautzen fehlt derzeit das Geld dafür.
Von Gabi Nitsche


Eine Dichtwand soll den Halbendorfer See vor Wasserverlust schützen

Vattenfall und das Land Sachsen sollten darauf verzichten, das Abbaugebiet II, sprich Vorranggebiet des Tagebaus Nochten abzubaggern. Verlassene Häuser, ein gewaltiger Einschnitt in die Natur und viele Belastungen für die noch hier ansässigen Bewohner wären die Folge, so der Gemeinderat aus Groß Düben.



Damit Groß Dübens Ortsdurchfahrt nicht mehr „absäuft“

So manche Keller an der hinteren Dorfstraße in Groß Düben sind schon überschwemmt gewesen nach einem ordentlichen Regenguss. Von den großen Pfützen auf der Straße ganz zu schweigen, die sich durch das starke Linksgefälle und die ungenügende Entwässerung immer bilden.
Damit soll bald Schluss sein. Denn das Straßenbauamt Bautzen will nach Drängen der Gemeinde seiner Pflicht nachkommen und lässt die Straßen- und Gehwegentwässerung auf 1300 Meter Länge vom Ingenieurbüro ITL Weißkeißel planen. Den Stand dieser Planungen hat Annegret Jainsch in der jüngsten Ratssitzung vorgestellt und löste damit keine Freudensprünge bei Bürgermeister und Räten aus. Denn der Entwässerungskanal soll auf der linken Fahrspur (in Richtung Friedrichshain) parallel zur Fahrbahnmitte verlegt werden. Das bedeutet laut Planerin, dass auch nur Borde und Asphalt der betroffenen Fahrbahnhälfte aufgenommen und neu gemacht werden. Für Bürgermeister Helmut Krautz völlig unbefriedigend. Er sieht die Gefahr, dass es dadurch schnell in der Mitte, wo alte und neue Fahrbahn aneinanderstoßen, zu Rissen und Brüchen kommen kann. Ihm wäre es lieber, der Kanal würde unter dem Gehweg verlegt werden oder aber die gesamte Fahrbahn würde anschließend asphaltiert. (Gabi Nitsche)

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