Party Lärm in Groß Düben

Immer wieder werden mehrere Groß Dübener aus dem Schlaf gerissen. Ursache bildet extrem laute Musik privater Feiern.

Manche Sommernacht ist für die Bungalowbesitzer am Groß Dübener Waldsee kaum zum Aushalten. Extrem laute Musik bis in die Morgenstunden raubt ihnen den Schlaf. Das Problem hat Rolf Aßmann, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Bungalow-Siedlung am Waldsee, jetzt im Gemeinderat zur Sprache gebracht. „Diesen Sommer war es besonders heftig“, berichtet Aßmann, der insgesamt 34 Mitglieder vertritt. „30. Geburtstage, ein Polterabend und weitere Partys haben uns den letzten Nerv geraubt“, fasst er seine Beobachtungen zusammen.

Lärmquelle sei neben dem Festgelände am Waldsee insbesondere der Festplatz am Groß Dübener Schützenhaus. Wenn der Wind entsprechend steht, werden die Geräusche fast ungebremst zur Bungalowsiedlung hinüber getragen. „So könnten wir jedes Lied mitsingen“, sagt Rolf Aßmann. Dabei gehe es ausschließlich um private Feiern, die ausufern. Der Protagonist wisse von Groß Dübener Familien, deren Kinder durch den Krach aus dem Bett geholt wurden. „Wir haben nichts gegen Feiern. Aber irgendwann hört der Spaß auf“, lautet sein Kommentar. Denn vonseiten der Feiernden werde keinerlei Rücksicht auf die Anwohner genommen. Daher sei es an der Zeit, entsprechende Grenzen zu schaffen. Nach Angaben von Bürgermeister Helmut Krautz waren in diesem Jahr am Waldsee acht Veranstaltungen angemeldet. Mit der Anmeldung werde immer eine Gebühr bei der Gemeinde fällig. Gemeinderat und Gastwirt René Köppen bestätigt, dass es im vergangenen Sommer tatsächlich extrem viele private Feiern im Ort gegeben habe. Darüber hinaus sei auch die Musik von Partys im benachbarten Hal­bendorf bis nach Groß Düben hörbar gewesen.

Rätin Ires Fercho merkt hingegen an, dass sie zwar lediglich 400 Meter vom Waldsee entfernt wohnt, aber von lauter nächtlicher Musik so gut wie gar nichts mitbekomme. Harald Rösch, ebenfalls Abgeordneter, hat gegen die Partys nichts einzuwenden. „Auf dem Festplatz können die Leute feiern, wie sie wollen. Ich habe nicht einmal gehört, dass von der Musik ein Kind wach geworden sein soll.“ René Köppen fordert, dass bei einer Vermietung des Festplatzes an Private festgehalten werden sollte, dass ab einer bestimmten Zeit, beispielsweise 2 Uhr, Ruhe zu herrschen habe. Das sei bereits ein Kompromiss, denn laut der Polizeisatzung habe bereits ab 22 Uhr die Musik Zimmerlautstärke nicht mehr zu überschreiten. Der Gastwirt berichtet von mehreren Anzeigen gegen sein Lokal aufgrund von Lärmbelästigung. „Da gibt es ganz sensible Mitbürger“, sagt Köppen.

Rolf Aßmann spricht sich für eine einvernehmliche Lösung aus. „Ich möchte darauf hinweisen, dass der Waldsee ein Erholungsgebiet ist. Und Erholung bedeutet auch Ruhe.“ Indes will sich Bürgermeister Helmut Krautz intensiv mit der Groß Dübener Polizeisatzung beschäftigen. Anschließend könne dann gesagt werden, welche Maßnahmen rechtlich möglich seien.
(Quelle: Lausitzer Rundschau - 19.10.2018 - Torsten Richter- Zippack)

Groß Dübener streiten ums Geld

Der Freistaat Sachsen stellt kleinen Orten jeweils bis zu 70 000 Euro Kommunalpauschale zur Verfügung. In Groß Düben wird heftig diskutiert, in was das Geld investiert werden soll. Während Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) mit der Neugestaltung der Groß Dübener Ortsmitte mit Schutzhütte, Backofen und Parkplätzen liebäugelt, würden die Gemeinderäte und einige Bürger den Groß Dübener Anteil der Summe lieber in die Modernisierung der Bungalows am Waldsee stecken.
Ires Fercho sagt, dass die Urlauber einen gewissen Standard erwarten. Daher müssten die „versifften Matratzen“ schnellstmöglich ausgetauscht werden. Ebenso sei neues Besteck vonnöten. Zudem gebe es in einigen Bungalows Wasserschäden wegen fehlerhafter Regenwasserableitung.
(Quelle: Lausitzer Rundschau - 18.10.2018- T.R-Z)

Das elfte Traktorentreffen in Halbendorf

Das elfte Traktorentreffen in Halbendorf bietet hunderten Zuschauern spannende Wettkämpfe.


„Es wird jedes Mal besser“, sagt Heinz Bastian. Er muss es wissen. Der Halbendorfer ist der Ur-Vater dieser Veranstaltung. Zum elften Mal haben der Verein Historische Feuerwehren und Landtechnik sowie seine Helfer zum Traktorentreffen eingeladen. Hunderte Besucher sind dieser gern gefolgt. Und sie haben allerhand zu schauen und zu erleben. 172 Traktoren haben sich auf den längeren oder kürzeren Weg nach Halbendorf gemacht. 59 wollen es wissen und treten beim Pulling an. Beides stimmt die Vereinsmitglieder froh.

Unter den Startern ist auch der elfjährige Alexander Mühl aus Weißkeißel. Zum ersten Mal will er es wissen. Doch der Schlitten ist zu schwer für seinen TZ 4. In zwei Jahren hat er die nächste Chance. Dieselbe will sich auch Claudia Mettke aus Weißwasser nicht entgehen lassen. Ihr Bruder hat ihr sein Gefährt überlassen. „Wir wollen den Kerlen zeigen, wo der Hammer hängt“, lacht die junge Frau. Im Stechen ist dann allerdings nach 33,3 Meter Schluss. Ein vereinsinternes Rennen bestreitet wenig später Siegbert Peto gegen Reiner Marusch. Im ersten Vergleich heißt es für beide Full Pull. Also ist die gesamte Strecke geschafft. Dabei kommt es nicht auf Schnelligkeit an. In Runde zwei werden auf den zu ziehenden Schlitten noch mal 60 Kilo drauf gepackt. Und schon sieht es ganz anders aus. Jetzt zählt jeder Zentimeter. Siegbert Peto kämpft verbissen und gräbt sich mit den Hinterrädern immer mehr ins Erdreich. Doch das Plus an Metern befördert ihn auf den dritten Platz. Vor ihm können sich Michael Henkel von den Schlepperbuben Groß Oßnig und Horst Sturm aus Uhyst einordnen. Auf dem Podest gibt es für alle eine Sektdusche.

Mit spektakulären Einlagen präsentieren sich wenig später auch Robin Nakoinz aus Schleife und Paul Matz aus Groß Düben. Kein Wunder, letzterer ist von der Wiege aus infiziert. Opa Hottl ist schuld daran. Einmal Traktor immer Traktor sagt auch Michael Klinke aus Bloischdorf. Als erstes hatte er als Kind einen Holztraktor als Spielzeug. Heute ist es ein Deutz, Baujahr 1958. „Der kriegt mehr Pflege als die Frau“, sagt er augenzwinkernd.
(Quelle: Lausitzer Rundschau - 09.09.2018 - Regina Weiß]

Treckertreffen 2018 (Foto: NOLYweb)

Schützenfest in Groß Düben

Unerträgliche August-Hitze veranlasst zu außergewöhnlichen Maßnahmen beim Schützenfest in Groß Düben.


Das hat es bei einem Schützenfest in Groß Düben so noch nie gegeben: Die Schützen treten zum Festappell ohne Jacke der Schützenuniform an. Schuld darin sind die schweißtreibenden Temperaturen. René Köppen, Präsident des Groß Dübener Schützenvereins, gibt daher die Erlaubnis zum Jackenablegen.
Damit etwas erleichtert, konnte der Vorstand des Gastgeber-Vereins beim 27. Schützenfest einige Ehrungen vornehmen. Torsten Holst und Konrad Cieslik wurden mit dem Verdienstkreuz vom Sächsischen Schützenbund in Silber sowie Holger Franke in Bronze ausgezeichnet. Die Ehrennadel in Silber ging an Dieter Storp und Frank Kränsel, Uwe Nooke bekam die Ehrennadel in Bronze.
Damit das Areal der Schützen immer in einem gepflegten Zustand erscheint, dafür sorgen stets Lothar Kränsel, Dieter Storp, Helmut Schleiernick und Eberhard Storp. Für diesen Einsatz gab es Ehrengeschenke zur Feier des Tages, um den unermüdlichen Einsatz zu würdigen.
Die spannende Frage eines jeden Schützenfestes ist es, wer wird der neue Schützenkönig. Darauf gibt es nun eine Antwort. Der Schützenkönig 2018 heißt Michael Otto. Nach 393 Schuss hatte er seine Meisterleistung absolviert. Der erste Ritter ging nach 248 Schuss an Helmut Schleiernick. Zweiter Ritter wurde nach 162 Schuss Clemens Bröse.
Zum ersten Mal wurden die Königs- und Ritterscheiben aus Holz handgefertigt von Bianka Müller. Den Adler zum Ausschießen des Schützenkönigs fertigten Präsident René Köppen und Reinhard Holz als Geschäftsführer des Groß Dübener Vereins an. Gern probierten sich die Gäste beim Wurfscheibenschießen und Bogenschießen-Schnupperkurs aus. Auch die besten Gastschützen und der Dorfschützenkönig wurden bei dem traditionellen Fest ermittelt.
Mehr als 100 Schützen aus zehn Vereinen aus Sachsen und Brandenburg feierten gemeinsam das Schützenfest in Groß Düben. Am Abend wurde zum Schützenball geladen. Der Verein in Groß Düben zählt 42 Mitglieder. Sie laden schon heute für Anfang Oktober zu einem Tag der offenen Tür in ihr Schützendomizil in Groß Düben ein.
(Quelle: Lausitzer Rundschau - 19.08.2018 - Martina Arlt)

Sportschützin Jasmin Hallaschk - Foto: NOLYweb

Feiern in Gemeinschaft

Das Unterhaltungsprogramm der Karnevalsvereine und viel Live-Musik kommt in Groß Düben gut an.

Die Groß Dübener organisieren im Jahr die unterschiedlichsten Events, sei es am Waldsee oder am Sportzentrum. Dann sind der Jugendclub, Sport-, Karnevals-, Schützenverein, die Schmetterlingsfänger-Burschenschaft und Feuerwehr eine Gemeinschaft, um die kulturellen Feste vorzubereiten. Auch das dreitägige Dorffest am Wochenende war ein Gemeinschaftswerk. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde das Fest gefeiert, das am Freitag mit der Rock-Night begann. Dazu hatte sich die Groß Dübener Jugend gleich drei Live-Bands eingeladen: Failed at Scoring, Hazel the Nut sowie Die Fleescha. 300 Besucher kamen in der lauen Sommernacht zur Party.

Bei brennender Hitze lief das Fest am Samstagnachmittag sehr langsam an. Trotzdem kämpften die Fußballfreunde im Rahmen eines Freundschaftsspieles – Jugendclub gegen die Kleinfeldbrecher. Zum zweiten Mal waren die Reitfreunde vom Reit- und Fahrverein Groß Düben dabei. „Wir haben heute unsere Pferde Keks und Rana dabei. Wir bieten das Ponyreiten an. Unser Verein hat zwölf Mitglieder, gern könnten sich neue Reitfreunde zu uns gesellen“, so Vereinsvorsitzende Nicole Reiche. Zauberer Hartmut Schirrock zog mit seiner Zaubershow das Publikum in seinen Bann.

Im Festzelt bereiteten die Sportfrauen Samstagnachmittag ihr Kuchenbüfett vor. „Zehn Frauen haben 13 Kuchen gebacken. Der Erlös geht alles in einen Topf, um das Fest mit zu finanzieren“, so Sportfrau Martina Stoppe. In Groß Düben kam am Samstagnachmittag ein kräftiger Gewitterschauer herunter, der auch noch für Stromausfall im Festzelt sorgte. Mit Verspätung war es dann endlich soweit, dass die Karnevalsvereine aus Tschernitz, Friedrichshain, Bad Muskau und Groß Düben einmarschierten und ihre Programmpunkte präsentierten. Frank Zech führte durch das zweistündige Programm. Die Gastgeber zeigten den Funkengarde-Tanz sowie die Kinder ihren Showtanz. Die sechs Mädels Sabrina, Gina, Sophie, Vanessa, Anne und Jessica aus Bad Muskau präsentierten ihren Ska-Tanz, den sie in ihrer 63. Saison einstudierten. In liebevoller Kleinarbeit nähten die Mädels die Kostüme mit Pailletten für diesen Tanz. Was nicht die Nähmaschine hergab, wurde mit Handarbeit kreiert.
Zum Tanz am Abend spielten die „Party-Shakers“ in Groß Düben auf. Mit Sagar-Woodsports on Tour gab es am Sonntagvormittag auf dem Festplatz in Groß Düben beste Unterhaltung.
Nur wenige Tage gibt es eine Verschnaufpause, denn am 18. August laden die Groß Dübener zu ihrem Schützenfest ein.
(Quelle: Lausitzer Rundschau: Martina Arlt - 06.08.2018)

Groß Dübener Mitwirkende - Foto: NOLYweb

Sommer-Sonne- Strandfest


Groß Dübener Vereine nutzen Waldsee-Idylle für sportliche Aktivitäten.



Sommer, Sonne, Strandfest am Waldsee in Groß Düben. Katja Schäfer von der Kita Spatzennest hat sich mit ihren Kolleginnen ein schattiges Plätzchen gesucht. Aus gutem Grund – sie schminkt die Jüngsten. So wie Charlotte und Josie, die ihren Spaß daran haben. Nebenan fallen die Kegel. Maria aus Weißwasser legt vor, Frauke aus Groß Düben richtet alles wieder auf, und die Jury notiert die Ergebnisse. „Ja, bei unserem Strandfest geht es immer recht sportlich zu“, sagt Frank Frytkowsky. Er ist sozusagen das „Mädchen für alles“. Seit 2005 wird am Waldsee auf diese Art gefeiert. „Wir haben es heute erst nachgezählt, es ist das 14. Mal.“ Der Auslöser ist schnell erzählt: „Wir saßen zusammen am See und sagten uns, das Fleckchen Erde ist so schön, da könnte man doch mal etwas Sportliches unternehmen.“ Gesagt, getan. In Gemeinderat und Bürgermeister fanden die Vereine aus Groß Düben die Partner, die man für so ein Vorhaben braucht. Denn der Bereich musste neugestaltet werden. Dank Fördermitteln wurde es ermöglicht, erinnert sich Frytkowsky. „Seither findet in jedem Sommer das Strandfest statt, aber den Festplatz, die Bühne, die Kegelbahn, den Spielplatz und die Hütten werden auch ansonsten von den Vereinen und auch anderen Besuchern gern genutzt“, schätzt der Groß Dübener ein.
Derweil die Dorfjugend noch beim Beachvolleyball die Herausforderung sucht, laufen am Strand die Vorbereitungen für den Gaudi-Wettkampf. „Bis vor zwei Jahren gab es immer das Fischerstechen. Seither lassen wir uns jeden Sommer etwas Neues einfallen“, meint Frank Frytkowsky und lacht schelmisch. Denn für den Wettkampf brauche man schon etwas Fingerspitzengefühl, ansonsten geht’s ab ins Wasser. Wobei das bei den sommerlichen Temperaturen am Samstag keine wirkliche Strafe gewesen wäre…
Diese beiden haben beim Gaudi-Wettkampf in diesem Jahr gesiegt – Florian Franke und Paul Kretschmer.
Eine Lautsprecherdurchsage hallt über den Strand, dann versammeln sich immer mehr Festbesucher am Ufer. Acht Zweier-Teams treten gegeneinander an, Frank Frytkowsky und Thomas Storp sind als Zeitnehmer eingeteilt. Doch die beiden haben zur Belustigung der Zuschauer Startschwierigkeiten. „Na, dann war das also eben ein Probelauf“, feixen sie. Florian, Paul und zweimal Sven macht es nichts, dass sie ihren Lauf wiederholen müssen. Jeweils einer vom Team setzt sich rücklings in den ausgedienten Autoreifen, der als Schwimmring dient, und muss rückwärts mit den Händen paddeln. So lange, bis das Seil mit einer Länge von 20 Metern straff ist. Das ist dann das Zeichen für den zweiten Mann vom Team am Ufer. Er muss die Fuhre an Land ziehen. Mannomann, wer Muskeln hat, ist echt im Vorteil. Alles geht gut aus, niemand fällt ins Wasser und muss disqualifiziert werden. Die Sieger heißen Florian Franke und Paul Kretschmer. Wobei Jung-Moderator Jonas Adam versichert, die Platzierten waren den beiden dicht auf den Fersen. Markus Stoppe und Philipp Urbitsch sind zweite Sieger, Marco Rühlemann und Manuel Noack Dritte.

(Quelle: Lausitzer Rundschau - Gabi Nitsche - 08.08.2018)

Auf hoher See... (Foto: NOLYweb)

Verwaltungsumlage wird nicht erhöht


An der Höhe der Umlage, die Groß Düben und Trebendorf an Schleife für die Verwaltungsarbeit zahlen, ändert sich nichts.

An der Umlage, die die Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft Schleife bisher zahlen, bleibt weiterhin aktuell. Pro Einwohner zahlen Groß Düben und Trebendorf 160 Euro an Schleife. Dort wird die Verwaltungsarbeit für die anderen gemacht. Kämmerin Carmen Petrick berichtete dem Gemeinderat Groß Düben von einer positiven Bilanz. Die Auswertung von 2017 habe pro Person 160,53 Euro ergeben. Wobei Trebendorf statt 932 nur noch 919 Einwohner hat und Schleife statt 2640 noch 2570. Groß Düben hat acht Einwohner mehr als 2017. Die Personaleinsparungen in Schleife würden sich jetzt auswirken. Andererseits sprach Carmen Petrick von steigenden Kosten für die Datenverarbeitung und entsprechende Programme, auf die die Verwaltung angewiesen ist.
(Lausitzer Rundschau vom 02.07.2018 - Gabi Nitsche)

Jahreshauptversammlung der FFW 2018



Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Groß Düben haben sich im Gasthof bei Köppens zu ihrer jährlichen Jahreshauptversammlung getroffen - und eine neue Wehrleitung gewählt.

Wie kein anderer kennt Wehrleiter Sven Lehmann die Statistik seiner Feuerwehr: Seine Kameraden sind im vergangenen Jahr zu sechs Einsätzen ausgerückt, fasst er im Gasthof bei Köppens bei der turnusgemäßen Jahreshauptversammlung zusammen. In Summe waren das 185,5 Einsatzstunden. Auf der Tagesordnung stand am Samstagabend aber auch die Neuwahl der Wehrleitung in Groß Düben. So stehen künftig Wehrleiter Sven Lehmann, Stellvertreter Mario Sonnert, die Ausschuss-Mitglieder Manuel Noack, Frank Zech und Thomas Storp sowie Gerätewart Marco Rühlemann an der Spitze der Groß Dübener Feuerwehr.

Einen Neuzugang können die Groß Dübener mit Christian Ludwig in der Wehr verzeichnen. Befördert wurden am Samstag Marie Jakob sowie Nadine Reimann zur Feuerwehrfrau. Für zehn Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr nahmen Nick Dubrawa, Felix Hille und Constanze Krautz Auszeichnungen entgegen. Maik Manke konnte 2017 auf 25 Jahre treue Dienste zurückblicken.

Bürgermeister Helmut Krautz und der stellvertretende Kreisbrandmeister Gerd Preußing hatten nur lobende Worte zur Feuerwehrtätigkeit in Groß Düben parat.

Der Ausbildungsplan 2018 der Feuerwehr Groß Düben steht und hält die Kameraden mit zahlreichen Ausbildungstagen in Atem. Neben der Feuerwehrtätigkeit werden die Kameraden wieder zahlreiche kulturelle Veranstaltungen im Ort mit unterstützen. Am 22. April findet der traditionelle Tag der offenen Tür im Gerätehaus Groß Düben statt. Zum Besuch der Partnerfeuerwehr in Arnsfeld starten die Dübener Kameraden in der Zeit vom 1. bis zum 3. Juni.

Die Ausbildung stand auch im vergangenen Jahr im Mittelpunkt. Die Groß Dübener absolvierten 21 Dienste mit durchschnittlich 12,33 Kameraden und 651 Dienststunden. Einige Kameraden besuchten Lehrgänge auf Kreisebene und in der Landesfeuerwehrschule. Dazu gehörten Patrick Noack (Kreisausbildung zum Truppführer), Nils Besa und Philipp Urbitsch (Sprechfunker) sowie Juliane Hille (Landesfeuerwehrschule zum Jugendwart). Jugendwart Constanze Krautz von der Jugendfeuerwehr sowie Juliane Hille von der Kids-Feuerwehr/Löschzwerge, ließen das Jahr 2017 noch einmal mit einem kleinen Bericht Revue passieren. Auch Kamerad Helmut Schönherr von der Altersabteilung erinnert immer wieder an schöne Stunden, die er mit seinen Kameraden erlebt. Nach guter Tradition konnten in dem Jahr auch wieder für die Neuankömmlinge im Dorf drei Rauchmelder vergeben werden. Dazu gehörten Max Elias Krautz mit der Nummer 23, Mathilda Victoria Krautz mit der Nummer 24 sowie Marissa Helene Stoppe mit der Nummer 25.

(Quelle: Lausitzer Rundachau, 08.01.2018 - Martina Arlt)

Bürgermeister überlässt Narren die Macht



Sechs Jahrzehnte Tradition hat der Karneval in Groß Düben auf dem Buckel. Doch erst 2001 gründete sich dann der Verein, der heute von Präsident Mario Zech und stellvertretend von Roy Pohl geführt wird.Dieses Jubiläum war nun für den Karnevalsverein Grund genug, gleich zwei Tage dem Frohsinn zu fröhnen, ausgelassen zu feiern. Natürlich wieder im Gasthaus Köppen. Das Gastwirtsehepaar war für diesen Rummel gerüstet und versorgte die große Gästeschar mit den entsprechenden Getränken. Kerstin und René Köppen sind zu allen Veranstaltungen tolle Gastgeber. Hier finden auch die Proben der Tänzer statt. Kommt der kleine Hunger zwischendurch, halten sie immer etwas bereit , lobt Kathleen Reimann.

Am Freitagabend erlebten die Besucher eine tolle Veranstaltung, die in die Geschichte eingeht, sind sich die Narren einig. Die Karnevalisten aus dem Dorf waren aber nicht unter sich. Dazu konnten sie befreundete Vereine aus Tschernitz, Friedrichshain, Döbern, Bad Muskau, Bagenz, Klein Kölzig und von der Interessengemeinschaft Cottbuser Carneval begrüßen. Als Ehrengäste des Abends nahmen Matthias Schulze als Präsident des Karnevalverbandes Lausitz sowie das Prinzenpaar in Groß Düben Platz.Alle Groß Dübener Vereine waren vertreten und füllten Köppens Hütte . Einige Vereine präsentierten sich mit kleinen Programmpunkten. Gern nahmen die Groß Dübener Glückwünsche zu ihrem 60. Jubiläum entgegen. Bevor der Samstagabend jedoch so richtig startete, trafen sich die Karnevalisten pünktlich am 11.11. um 11.11 Uhr zum Pfannkuchenessen an der Feuerwehr. Doch die Groß Dübener halten es seit Jahrzehnten so, dass die Schlüsselübergabe für die närrische Zeit bei der abendlichen Veranstaltung vollzogen wird. Diese schöne Aufgabe hat Bürgermeister Helmut Krautz bereits seit 1989 inne, und noch heute ist er gern dabei.

In seiner Rede lobte er voller Stolz seine Einwohner, die stets für kulturelle Höhepunkte im Ort sorgen. Besonders erfreulich ist dabei, dass sie über so viel Nachwuchs in den karnevalistischen Reihen verfügen, da muss den Groß Dübenern für die Zukunft nicht bange sein. Er übergab am Samstag den Schlüssel auf der Bühne an den stellvertretenden Präsidenten, Roy Pohl.Die Moderation des Abends übernahmen Kathleen Reimann und Frank Zech. In einer Programmzeit von mehr als zwei Stunden stellten sie in drei Blöcken ihre Bestseller aus den vergangenen zehn Jahren vor. Immerhin zeigten sie in den letzten Jahren 39 verschiedene Tänze. Sechs Tänze fassten Laura Frytkowsky und Kathleen Fechner nun zur Jubiläumsfeier zu einem Medley zusammen, die das Finale bildeten. Die Männer ließen die Frauenherzen höher schlagen und zeigten sich als Gentlemen mit Schirm, Charme und Melone. Freuen würden sich die Groß Dübener jedoch, wenn sich vielleicht noch Jungs in die Reihen der Tänzer einfügen würden.

(Quelle: Lausitzer Rundschau- Martina Arlt)

Wetteifern beim ersten Lauf um den Oberlausitzpokal



Bei herrlichem Sonnenschein haben sich am Sonntag in Groß Düben neun Mannschaften zum ersten Lauf des 14. Oberlausitzpokals versammelt.

Volkmar Lüppker vom Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Görlitz eröffnete den Wettkampf und erinnerte mit einer Schweigeminute an den kürzlich verstorbenen Kameraden Henry Kossack.

In den fünf Austragungsorten Groß Düben, Nochten, Trebendorf, Lauba und Dürrhennersdorf wird im Sommer um Bestleistungen gekämpft. Diesmal gingen neun Mannschaften an den Start: Halbendorf, Trebendorf (zwei Teams), Kiesdorf, Lauba, Groß Düben (zwei Teams), Dürrhennersdorf und Herwigsdorf. DieFrauen- und Männermannschaften hatten den Löschangriff sowie eine 100-Meter-Hindernisbahn zu absolvieren. "Wir als Gastgeber haben im Vorfeld trainiert, denn gewinnen möchte natürlich jeder. Für einen Sieg hat es nicht gereicht. Trotzdem ist es immer wichtig, sich mit anderen Kameraden zu messen", sagt Manuel Noack von der Feuerwehr Groß Düben. Die Veranstalter freuten sich über die Kameraden aus Halbendorf, die sich erstmals mit einer Mannschaft dieser Herausforderung stellten. "Von unseren Kameraden sind viele selbstständig und haben Familie. So ist es oft schwierig, Sonntag an diesen Wettkämpfen teilzunehmen. Doch diesmal haben wir es geschafft", sagt Olaf Hanusch (31), der seit zwölf Jahren im aktiven Feuerwehrdienst in Halbendorf tätig ist. "Für uns ist die Teilnahme der Sieg. Wir sind heute mit einer siebenköpfigen Mannschaft Ü 30 angetreten. Trainiert vorher haben wir nicht. Sportlichen Ehrgeiz haben wir mitgebracht und möchten auch nächstes Jahr wieder zu den Startern gehören", so Olaf Hanusch.

Die Ergebnisse: Löschangriff Männer: 1. Lauba; 2. Dürrhennersdorf; 3. Herwigsdorf, 4. Trebendorf 5. Kiesdorf, 6. Groß Düben, 7. Halbendorf. Löschangriff Frauen: 1. Trebendorf und 2. Groß Düben.

100-Meter-Hindernisbahn: 1. Arnold Kahl (Dürrhennersdorf); 2. Hans Storp (Groß Düben); 3. Tom Wartenberg (Nochten); 4. Tony Pohl; 5. Manuel Noack (beide Groß Düben); 6. Eric Mix (Dürrhennersdorf).

(Quelle: Lausitzer Rundscahu: 20.06.2017 - Martina Arlt)

Team Halbendorf bei der Vorbereitung

Rauchmelder für die Neugeborenen


Zum sechsten Mal haben die Feuerwehrkameraden von Groß Düben um Wehrleiter Sven Lehmann zu ihrem Tag der offenen Tür in das Gerätehaus eingeladen. Mehr als 120 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich bei der freiwilligen Feuerwehr näher umzuschauen.

Seit fünf Jahren ist es in Groß Düben nun eine schöne Tradition, dass die Eltern der neuen Erdenbürger in feierlicher Form einen Rauchmelder und eine Urkunde im Gerätehaus in Empfang nehmen können.So hielt Wehrleiter Sven Lehmann am Sonntagmittag für die Eltern von dem Zwillingspärchen Mathilda Victoria und Max Elias Krautz sowie von Marissa Helene Stoppe diesen Rauchmelder zur Begrüßung der Babys bereit. Er nutzte auch gleich die Gelegenheit, um Kamerad Markus Stoppe mit der Ehrennadel für zehn Jahre aktiven Feuerwehrdienst zu ehren. Alexander Krautz als Vater der Zwillinge findet die Idee mit den Rauchmeldern ganz toll: "Ein Rauchmelder in der Wohnung ist ganz wichtig, das wird manchmal unterschätzt. So freuen wir uns über dieses nette Geschenk zur Geburt unserer Kinder und bringen es auch bald an." Gerd Preußing als Feuerwehr-Chef von Weißwasser war mit der Drehleiter gekommen, um den Ort aus 25 Metern Höhe zu betrachten. "Für die Kinder wurden einige Stationen am Gerätehaus aufgebaut, die sie gern ausprobieren", sagte Manuel Noack, der seit 2012 der Feuerwehr Groß Düben angehört. "Alle Gäste haben heute die Möglichkeit, sich die Technik der Wehr anzuschauen und sich vielleicht für die Feuerwehr im Heimatort zu entscheiden."

Zum Tag der offenen Tür konnten die Besucher die Feuerwehr erleben und sich von der Arbeit der Kameraden überzeugen. Groß Düben zählt 26 aktive Kameraden sowie 19 der Alters- und Ehrenabteilung. Neun junge Leute sind in der Jugendfeuerwehr, geleitet durch Constanze Krautz und Nils Besa. 12 Mitglieder hat die Kids-Feuerwehr "Löschzwerge", geführt von Juliane Hille und Kathleen Reimann. Die Mädchen und Jungen kommen aus dem Kirchspiel Schleife, aber auch Döbern und Bad Muskau. Doch gern würden die Groß Dübener auch weiteren Nachwuchs in ihrer Wehr aufnehmen. Besonders sind Mädchen gefragt. Die Kinder im Alter zwischen fünf und acht Jahren werden spielerisch an die Feuerwehrtätigkeit herangeführt. Sie nehmen auch an dem Borstelweglauf teil.

Am 18. Juni 2017 findet in Groß Düben der erste Lauf des Oberlausitzpokals im Feuerwehrsport statt. Zahlreiche kulturelle Höhepunkte im Ort werden durch die Kameraden Groß Düben unterstützt. In diesem Jahr starten die Kameraden aus Groß Düben zu einem Ausflug zur Dresdener Flughafen-Feuerwehr. (Quelle: Lausitzer Rundschau vom 25.04.2017 - Martina Arlt)

Blick von der Drehleiter vom Typ DLA 23-12

Anrainern graut's vorm Sommer



Es ist fast schon ein Jahr her, dass die Groß Dübener bei einer Anwohnerversammlung zum Thema Entenmast Dampf abgelassen haben. Seitdem haben sie das Gefühl, dass sich nichts bewegt hat höchstens hinter verschlossenen Türen und nicht zu ihren Gunsten.

Deshalb untermauern Reinhard Masula, Jana Nagorka und Ronny Fiedler im Beisein der RUNDSCHAU ihre schon im letzten Jahr getroffene Forderung: Die Entenmast-Anlage muss geschlossen werden. Denn Frühjahr und Sommer stehen vor der Tür, und den Anwohnern schwant nichts Gutes. Ihre Befürchtung: Gestank ohne Ende.

Selbst in den kalten Wintertagen blieben sie von den intensiven Ausdünstungen der Anlage beziehungsweise deren Abfallprodukten nicht verschont. "Ein ekliger Verwesungsgeruch lag in der Luft", spricht Gemeinderat und Gastwirt Köppen klare Worte. Ein Geruch, der Gäste vertreiben kann.

Genau diesem, dem Geruch, sollte ein Gutachten auf die Spur kommen. Im jüngsten Amtsblatt sind Auszüge daraus veröffentlicht worden. Weil das laut Landratsamt Bürgermeister Helmut Krautz (parteilos) als ersten Schritt so wollte, hielt sich die Behörde hinsichtlich RUNDSCHAU-Anfragen zurück. Das sei mit dem Bürgermeister so abgesprochen, hieß es. Absprachen und Gemauschel befürchten die Anwohner, was die Anlage betrifft. Denn das Ergebnis des Gutachtens sei zuerst mit dem Anlagenbetreiber besprochen worden.

Die Anwohner erfuhren nichts oder nur das, was Bürgermeister und Gemeinderat Thomas Storp bei einem Gespräch in der Fachbehörde in Löbau im Dorf erläutert wurde. Nun soll plötzlich eine Verquickung von Geruchsverursachern Schuld an dem Dilemma in Groß Düben sein. "Die führen uns doch an der Nase herum", ereifert sich Reinhard Masula. Auch, dass es auf Nachfragen zum Gutachten keine ordentlichen Antworten gebe, macht Jana Nagorka ärgerlich.

Sie wie alle anderen fordern, dass ihnen das Ergebnis der Untersuchung in einer Beratung erklärt wird. "Das hätte schon längst passieren müssen", so Jana Nagorka. Und sie schickt noch hinterher: "Mir graust vor dem Sommer."

Thomas Storp gab auch in der jüngsten Ratssitzung nicht klein bei. "Die Leute sollten zeitnah etwas erhalten, aber nur einer erhielt ein Schreiben." An Helmut Krautz gerichtet, erinnerte Storp: "Die haben uns beiden versprochen, dass die Anwohner das erhalten. Nichts. Und die letzte E-Mail von denen mein Scholli", machte sich Storp Luft, ohne näher auf den Inhalt einzugehen. Für ihn steht fest, dass sich der Gemeindechef und er die Fahrt nach Löbau hätten schenken können.

Krautz ergeht es nicht anders, sagte er am Tag darauf am RUNDSCHAU-Telefon. "Wir sind permanent am Thema dran. Aber es wird wohl so weitergehen, denn die Behörde sieht keinen Grund, die Anlage zu schließen." Wie Storp im Rat erläuterte, brauche es eine bestimmte Flächengröße, um den Mist der Anlage auszubringen. "Diese Fläche hat der Betreiber aber nicht ausreichend. Das habe ich denen im Landratsamt auch nachgewiesen." Krautz sagt, die Gemeinde weise die Behörde immer wieder darauf hin. . .

Letztlich habe das Gutachten aufgezeigt, dass nur eine komplexe Modernisierung aller Ställe und Außenanlagen wirkliche Verbesserungen bringen würden. Die Investitionskosten werden als "enorm" bezeichnet. Unabhängig davon würde Groß Düben einem Neubau nicht zustimmen, erklärte Krautz.

Übrigens beschäftigt der Gestank aus der privat geführten Mastanlage nicht nur die Groß Dübener. Je nachdem, wo der Mist verkippt wird, haben ihn nun auch andere in der Nase. Zum Beispiel die Randlage Schleife hatte etwas davon. Besonders schlimm, dass auch Mist nahe des Friedhofes in Groß Düben abgelagert worden ist.

Über solche Sachen können die Betroffenen schon fast resigniert den Kopf schütteln. Denn Konsequenzen sind aus ihrer Sicht Fehlanzeige.

Zum Thema:
Nachts sind die Belästigungen am stärksten, weil Klappen in der Anlage geöffnet werden? Nein. Die Lüftungsanlage sei an den Wärmebedarf der Tiere und an die Außentemperaturen gekoppelt.Überbelegte Ställe? Das hat sich bei Begehungen und den jeweils vor Ausstallungen erfolgten Kontrollen der Behörde nicht bestätigt.Kadaver liegt herum? Kadaver lagern ordnungsgemäß und werden regelmäßig abgeholt.Ausgebrachter Mist lagert auf dem Feld und bringt Probleme? Das Zwischenlager ist für maximal ein halbes Jahr erlaubt. Das Ausbringen zu kontrollieren, obliegt dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.In Auswertung des Geruchsgutachtens mit dem Betreiber wurden Sofort- und mittelfristige Maßnahmen angeordnet: bauliche Lücke zwischen den Aufzuchtställen schließen; Grube für Waschwasser mit künstlicher Schwimmschicht abdecken; Außenfestmistlager im Anlagenbereich entfällt. Der Anlagenbetreiber hat gegenüber der Behörde angekündigt, sein Betreiberkonzept auf zertifizierte Öko-Mast umzustellen. Jeweils zwei Monate im Jahr, vorzugsweise im Sommer, soll die Mast ausgesetzt werden. Das würde direkt emissionsmindernd wirken. Die Bepflanzung um die Anlage soll fortgesetzt werden. Der Betreiber sei an einem Stallneubau interessiert. Eine Reduzierung der Tierplätze kommt aus wirtschaftlichen Gründen für ihn nicht infrage. m

(Quelle: Lausitzer Rundschau - 23.03.2017 - Regina Weiß & Gabi Nitsche)

Groß Düben: Förder-Million wertlos



Breitband-Ausbau gestrichen / Kommune kann fehlende Eigenmittel dafür nicht aufbringen



Die Gemeinde Groß Düben kann die zugesagte Förder-Million für den Breitband-Ausbau nicht nutzen. Der Bescheid aus Dresden ist wertlos. Die Kommune hat die notwendigen Eigenmittel in Höhe von etwa 300 000 Euro nicht. Der am Donnerstag beschlossene Doppelhaushalt für 2017/2018 lässt dafür keinen Spielraum.

Keinerlei Investitionen, kein Breitbandausbau, keine Neuverschuldung, und dennoch ein Minus von knapp 70 000 Euro. Das ist der mehrheitlich beschlossene Etat 2017/2018. Lediglich Unterhaltungsmaßnahmen in Einrichtungen und eine erforderliche Grabensanierung in Halbendorf sind geplant. Obwohl Groß Düben dafür Zuschüsse aus dem Programm "Brücken in die Zukunft" erhält, reichen diese nicht aus. Den Minus-Betrag gleicht die Gemeinde aus der Rücklage aus. Die ist durch Mehreinnahmen beim Verkauf des Gewerbegebietes in Halbendorf und höhere Gewerbesteuereinnahmen angewachsen, erklärt Kämmerin Carmen Petrick. Dass sich der Gemeinderat nach monatelangen Debatten gegen den Breitband-Ausbau aussprach, war nicht leichtfertig, sondern aus Vernunftsgründen, hieß es. Groß Düben hätte die Herausforderung von rund 1,5 Millionen Euro dafür angenommen, wenn die Telekom einer Nutzungsgebühr für die Betreibung der Anlagen zugestimmt hätte. Dann hätte die Kommune eine Chance auf Refinanzierung gesehen. "Doch bei einem Bietergespräch vorige Woche ist das abgelehnt worden", berichtete Lars Stechemesser, der Breitband-Experte der Verwaltungsgemeinschaft Schleife, Donnerstagabend bei der Ratssitzung in Halbendorf. Ohne diese Einnahme lasse sich das Millionen-Projekt finanziell einfach nicht darstellen. Das Fazit: Die Zusage über knapp 1,2 Millionen Euro Fördermittel ist wertlos. Groß Düben kann die rund 300 000 Euro nicht aufbringen. Einem Kredit in der gegenwärtigen Haushaltssituation und in den kommenden Jahre würde die Kommunalaufsicht nicht zustimmen. "Der Staat verspricht schnelles Internet für alle, dann ist er auch in der Pflicht, dass zu 100 Prozent zu tragen", forderte Harald Rösch. Bürgermeister Helmut Krautz erklärte, er müsste von amtswegen in Widerspruch gehen, würde der Rat den Etat mit dem Kredit für den Breitbandausbau beschließen. "Wir müssten viel in der Gemeinde aufgeben, was erhaltenswert ist", so Rösch. "Wir haben uns dazu bekannt, nicht die freiwilligen Leistungen zu streichen", betonte Olaf Hanusch und sagte: "Wir können uns nicht auf Deibel komm raus verschulden." Ires Fercho: "Es ist keine leichtfertige Entscheidung!" Da schnelles Internet für Halbendorf sowieso nicht gefördert wird, ginge es nur um Groß Düben. Auch dagegen habe sich der Rat entschieden, so Hanusch: "Wir gehen jetzt einen Weg, bei dem wir uns alle in die Augen gucken können." Es sei bedauerlich, dass Unterschiede gemacht werden zwischen Stadt und Land, so Helmut Krautz, der auf eine politische Entscheidung in Dresden setzt.
Für den Ortsteil Halbendorf gibt es keine Förderung, weil eine private Firma schnelles Internet anbietet. Auf RUNDSCHAU-Anfrage versicherte die Marienberg GmbH in Döbern gestern, dass in Halbendorf 50 Mbit möglich sind über ein flächendeckendes Kabelnetz. 100 Mbit werden in einigen Tagen angeboten. Interessierte können sich in Döbern über technische Details und Tarife informieren.

(Quelle: Lausitzer Rundschau - Gabi Nitsche - 14.01.2017)

Fazit - keine 300.000 € für den Breitbandausbau

Christian Scholz verstärkt die Wehr



Groß Dübener Floriansjünger haben zur Jahreshauptversammlung Bilanz gezogen



Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Groß Düben unter der Leitung von Ortswehrführer Sven Lehmann haben am Freitagabend im Gasthof von René Köppen die Kameraden. das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren lassen.

Ihre Wehr gehört zu den sehr aktiven in der Region. Ihr gehören 25 aktive Kameraden an, darunter sechs Frauen. Sie mussten 2016 zu vier Einsätzen ausrücken, wobei 80 Einsatzstunden zu Buche stehen. Das Alter der Mitglieder reicht von fünf bis 87 Jahren. Die Alters- und Ehrenabteilung zählt 18 Kameraden. Stolz sind die Groß Dübener auf ihren Feuerwehrnachwuchs. Constanze Krautz und Nils Besa leiten die Jugendfeuerwehr, die mit neun Mädchen und Jungen zwischen acht und zwölf Jahren besetzt ist. "Wir absolvierten 25 Dienste. Daneben gehörten zu unseren Aktivitäten die Teilnahme am Kreisjugend-Feuerwehrtag, das Braunsteichlager, der Borstelweglauf und die Weihnachtsfeier", fasste Constanze Krautz zusammen. Der Kids-Feuerwehr, die seit 2013 besteht, stehen Juliane Hille und Kathleen Reimann vor. Zwölf Kinder zwischen fünf und acht Jahren gehören dieser Gruppe an. "Acht Neuaufnahmen haben wir zu verzeichnen. Zwölf reguläre Dienste führte die Kids-Feuerwehr durch. Die Kinder kommen nicht nur aus Groß Düben, sondern auch aus Halbendorf, Schleife, Bad Muskau, Lieskau und Döbern. Ein Höhepunkt für die Jüngsten war der Borstelweglauf in Schleife", sagte Juliane Hille. Für die Jugend- und Kids-Feuerwehr wurden 2016 neue Softshelljacken.

Eine schöne Tradition gibt es in Groß Düben: Eltern, die Nachwuchs bekommen, werden von der Feuerwehr mit einem Brandmelder ausgerüstet. 22 Exemplare wurden bisher vergeben. 2016 erhielten die Familien von Paula Besa, Saskia Charlott Nagorka, Janett Löwa, Paul Noack und Amelie Paulick einen Melder.

Marco Rühlemann nutzte die Gelegenheit und berichtete vom erfolgreichen Feuerwehr-Sport. Ein Dankeschön sprach Wehrführer Sven Lehmann dem Bürgermeister Helmut Krautz, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Henry Kossack sowie Norbert Lysk für die Unterstützung seiner Truppe aus. Auch das kulturelle Leben im Ort wird von den Kameraden unterstützt. Dazu gehören Höhepunkte wie das Maibaumstellen mit Hexenfeuer, Strandfest, Dorffest und der Fackelumzug.

Bereits am 14. Januar starten sie zur Zampertour durch den Ort. Am 23. April wird der Tag der offenen Tür im Feuerwehr-Gerätehaus stattfinden.

Befördert wurden Kathleen Reimann zur Feuerwehrfrau sowie Nils Besa, Patrick Noack, Christopher Pullmann, Hans Storp und Philipp Urbitsch zum Feuerwehrmann; Juliane Hille zur Hauptfeuerwehrfrau sowie Nick Dubrawa und Manuel Noack zum Hauptfeuerwehrmann; Felix Hille, Sven Lehmann, Marco Rühlemann zum Hauptlöschmeister. Zahlreiche Lehrgänge wurden 2016 besucht. Truppmann: Nils Besa, Marie Jakob und Nadine Reimann. Sprechfunker: Marie Jakob und Nadine Reimann. Atemschutzgeräteträger: Christopher Pullmann, Hans Storp und Philipp Urbitsch. Technische Hilfe A: Sven Lehmann. Sicherheitsbeauftragter: Nick Dubrawa und Thomas Storp. Kampfrichter (Landesfeuerwehrschule Nardt): Patrick Noack. Neu in der Feuerwehr: Christian Scholz.

(Quelle:Lausitzer Rundschau: M. Arlt - 09.01.2017)

Zum Hauptlöschmeister befördert - Felix Hille

Schnelles Internet oder Vereinsförderung?



Kommunalamt versagt Groß Düben Kreditaufnahme / SPD-Bundestagsabgeordneter übt scharfe Kritik



SPD-Bundestagsabgeordneter Thomas Jurk schwebt sozusagen unter der Decke. Denn so wie Groß Düben geht es derzeit etlichen sächsischen Kommunen: Sie können die Förderung für den Breitbandausbau nicht nutzen, da ihnen die Eigenmittel fehlen. Jurk sieht den Freistaat in der Pflicht.

Am heutigen Donnerstag bekommt Groß Düben als eine von sechs Kommunen im Landkreis Görlitz für den Breitbandausbau eine Bundesförderung von bis zu 50 000 Euro. Mit diesem Geld können sie ihre örtlichen Ausbauprojekte planen und die Antragsunterlagen für die Bundesförderung dieser Projekte auf den Weg bringen.

Eigentlich ein Grund zum Freuen. Denn für die Baurealisierung stehe ein Fördersatz zwischen 50 und 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten in Aussicht. In Kombination mit den Förderprogrammen der Länder kann das auf bis zu 90 Prozent gesteigert werden. Doch trotz der nicht zu verachtenden 90 Prozent bleiben der Kommune immer noch zehn Prozent, die sie selbst beisteuern müssen. Für Groß Düben ist das ohne eine Kreditaufnahme nicht realisierbar, denn in der Haushaltskasse klafft ein Loch. Das lasse sich nicht von heut auf morgen schließen. Dennoch zeigte sich der Gemeinderat bisher willens. Breitband sei immens wichtig, so der Tenor, deswegen wollen sie das nötige Geld bei einer Bank borgen.

Doch da spielt das Kommunalamt nicht mit, wie Kämmerin Carmen Petrick in der jüngsten Ratssitzung informierte. Für eine Kreditaufnahme und auch für die Auszahlung von Fördermitteln in Sachsen ist eine positive gemeindewirtschaftliche Stellungnahme der Aufsicht zwingend notwendig. Ohne dieses Okay kann also die Kommune hoch und runter springen, sie kommt nicht an das Geld.
Haushaltsausgleich geht vor

Da ändere auch die Tatsache nichts, dass der Breitbandausbau jetzt zur infrastrukturellen Grundversorgung in Sachsen gehört. Die Gemeinde sei dennoch zum Haushaltsausgleich verpflichtet, zitierte die Kämmerin aus einem Schreiben der Kommunalaufsicht. Dorthin hatte sich Carmen Petrick gewandt, nachdem Sachsen vor einigen Wochen dem Breitbandausbau die ihm gebührende Rolle bei der Daseinsfürsorge festgeschrieben hatte. Denn der benötigte Kredit war Groß Düben bereits im Frühjahr im Zuge der Genehmigung für den Haushalt 2016 versagt geblieben. Für Karl Ilg, dem Chef vom Kommunalamt im Landkreis Görlitz, ändert das nichts. Er pocht auf einen Haushaltsausgleich.
"Falsche Entscheidung"

Für SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Jurk aus Weißkeißel ist das die völlig falsche Entscheidung. Er, der sich als Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages stark gemacht habe für die Bereitstellung von Fördermitteln für den Breitbandausbau, übt scharfe Kritik. Solche Ansagen seien völlig fehl am Platze. "Man kann doch die Kommunen hier nicht verhungern lassen. Die sind doch nicht schuld an ihrer finanziellen Situation. Eigentlich müsste man den Kommunen dankbar sein, dass sie sich so bemühen, und ihnen hinterherrennen statt ihnen Steine in den Weg zu legen."

Jurk betont weiter: "Das Land hat für solche Fälle die Möglichkeit, Bedarfszuweisungen zu veranlassen, damit Gemeinden wie Groß Düben sich Breitbandausbau auch ohne Eigenmittel leisten können." Mit ein bisschen gutem Willen könnten das und vieles andere ganz anders laufen, ist der Bundestagsabgeordnete überzeugt. "Aber solche Leute, die nur stur an Gesetzen kleben, verhindern das. Damit werden noch mehr Menschen der AfD in die Arme getrieben", zeigt sich Jurk erbost und enttäuscht.

Aus seiner Sicht sei es das völlig falsche Signal, von der Kommune den Nachweis zu verlangen, wie sie das Haushaltsdefizit aus der Welt schaffen will. Also Ausgaben kürzen und Einnahmen erhöhen. Es gehe um Einsparungen von rund 100 000 Euro im Fall von Groß Düben.

Das bedeute zum Beispiel, an der Steuerschraube zu drehen, wie die Kämmerin erklärte, die Friedhofsgebühren kostendeckend anzuheben, den Zuschuss für Bauwillige, für Vereine und anderes mehr an freiwilligen Ausgaben zusammenzustreichen. Für den SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Jurk ist das ein Unding, sagte er im RUNDSCHAU-Gespräch. Weder Kreis noch Land sollten von den Räten verlangen, sich zwischen Breitbandausbau und besagten Leistungen entscheiden zu müssen, fordert Jurk.
Umdenken erforderlich

Jurk spannt den Bogen weiter. Für ihn steht fest: Wenn der sächsische Staatssekretär für Finanzen Hans-Jörg König der Stadt Weißwasser als Reaktion auf deren Hilferuf sage: "So lange sich die Stadt einen Tierpark leisten kann, geht es Weißwasser doch gut", laufe Einiges aus dem Ruder in einer Zeit, wo der Freistaat Sachsen besser dastehe als je zuvor. Dringend sei ein Umdenken erforderlich, nimmt Jurk auch Amtsleiter Karl Ilg in die Pflicht. Dass dieser wie er Sozialdemokrat sei, ändere daran nichts, sagt der Weißkeißeler. Denn immer nur stur auf die Einhaltung von Vorschriften zu pochen, sei nicht hilfreich.

(Quelle: Lausitzer Rundschau - 10.11.2016 - Gabi Nitsche)

Karl Ilg (Archivfoto) - Chef Kommunalamt im Landkreis Görlitz

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